Trauer im Hamburger Tierpark

Hagenbeck verliert seinen bekanntesten Bewohner

20.03.2026 – 12:46 UhrLesedauer: 1 Min.

Walrossbulle Odin: Er ist im hohen Alter von 30 Jahren im Eismeer gestorben. (Quelle: Juergen Kreye)

Walrossbulle Odin war seit 2013 das Herzstück des Eismeers – nach einem medizinischen Eingriff ist er gestorben.

Der Tierpark Hagenbeck trauert um seinen Walrossbullen Odin: Das Tier starb am Donnerstag (19. März 2026), wie der Tierpark Hagenbeck mitteilte. Das Walross wurde 30 Jahre alt. „Mit Odin verliert der Tierpark nicht nur ein beeindruckendes Tier, sondern auch einen wichtigen Botschafter seiner Art und einen bedeutenden Teil der erfolgreichen und in Deutschland einzigartigen Walrosszucht“, teilte der Zoo mit.

Nach Angaben des Tierparks verschlechterte sich Odins Gesundheitszustand in den Wochen vor seinem Tod stetig. Zootierarzt Dr. Michael Flügger erläutert: „Odin hatte seit Längerem eine hochgradige Aufgasung im Magen-Darmbereich. Diese konnten wir leider medikamentell nicht kurieren.“ Trotz der hohen Risiken in Bezug auf sein stolzes Alter von 30 Jahren und die Erkrankung entschlossen sich die Veterinärmediziner zu einer Narkose. „Während der Narkose ist Odin tragischerweise gestorben.“

Odin kam 2013 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Hamburg. Er zeugte mehrere Walrosskälber. Mit Weibchen aus anderen europäischen Zoos pflanzte er sich ebenfalls fort. 2014 wurde mit Walrossbulle Thor erstmals ein Walross in Deutschland geboren.

Der Tierpark Hagenbeck ist nach eigenen Angaben der einzige Zoo in Deutschland, der Walrosse hält und an internationalen Schutzprogrammen für diese Tierart teilnimmt. Im Eismeer leben aktuell Walrossdame Polosa und der junge Bulle Fiete – ein Nachkomme Odins.

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