Angreifer ist Wiederholungstäter

Attacke in Regionalzug: Richter fällt schnelles Urteil

20.02.2026 – 15:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Regionalzug (Symbolbild): Ein Mann hatte einen Zugbegleiter attackiert. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago-images-bilder)

Ein Zugbegleiter will einen Mann kontrollieren. Die Situation eskaliert in kürzester Zeit. Für den Angreifer hat das jetzt Folgen.

Das Amtsgericht Neumünster hat am Donnerstag einen 43-jährigen Mann zu vier Monaten Haft verurteilt, weil er am Sonntag einen Zugbegleiter bei einer Fahrkartenkontrolle attackiert hatte. Das teilten die Bundespolizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der Vorfall ereignete sich gegen 10.15 Uhr in einem Regionalexpress, der auf dem Weg von Kiel nach Hamburg war. Als der Zugbegleiter den Fahrgast kontrollieren wollte, konnte dieser keine Fahrkarte vorlegen. Stattdessen versuchte der 43-Jährige, sich in Richtung einer Tür zu entfernen, während sich der Zug dem Bahnhof Neumünster näherte.

Der Bahnmitarbeiter stellte sich dem Mann in den Weg, woraufhin es zu einer Rangelei kam. Dabei verletzte der 43-Jährige den Zugbegleiter durch einen Kniff und mehrere Tritte. Erst mit Unterstützung eines weiteren Menschen gelang es dem Zugbegleiter, den Angreifer am Boden zu fixieren. Bundespolizisten nahmen den Mann kurze Zeit später fest.

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass der 43-Jährige bereits im Juli eine Zugbegleiterin angegriffen haben soll. Zudem wurde er von verschiedenen Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung gesucht.

Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, dennoch wurde der Mann aufgrund von Fluchtgefahr bereits in ein Gefängnis gebracht.

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