Verkehrsminister unter Druck
Tempolimit: Jetzt könnte es ganz schnell gehen
25.03.2026 – 13:01 UhrLesedauer: 2 Min.
In Lindau ringen die Verkehrsminister ab heute um neue Regeln. Während Experten mit einer klaren Forderung Druck machen, warnt die Polizei vor gefährlichen Sparplänen bei der Fahrausbildung.
Es ist die unendliche Geschichte der deutschen Verkehrspolitik: Seit Jahrzehnten wird über ein generelles Tempolimit gestritten, während die Unfallzahlen hoch bleiben und die Klimaziele in weite Ferne rücken.
Wenn sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) ab heute mit seinen Länderkollegen in Lindau trifft, steht dieser Dauerbrenner wieder ganz oben auf der Agenda, auch wenn er gar nicht auf der offiziellen Tagesordnung steht. Ein Bündnis aus Umweltschützern, Verkehrsopfer-Helfern und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erhöht den Druck massiv und fordert ein Ende der Hinhaltetaktik.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
Dass weniger Tempo Leben rettet, zeigt der Blick über die Grenze. Arno Wolter, Chef der Initiative für sichere Straßen, verweist auf Frankreich: Dort sank die Zahl der schweren Unfälle signifikant, nachdem das Limit auf Landstraßen auf 80 km/h gefallen war. Allein im Jahr 2025 starben auf deutschen Straßen 2.814 Menschen, die meisten von ihnen außerorts.
Doch das Tempolimit soll nicht nur Leben schützen, sondern auch das Klima. Denn die aktuelle Ökobilanz des Verkehrs ist verheerend: Laut Umweltbundesamt hat dieser Sektor seine Klimaziele im vergangenen Jahr erneut verfehlt. Der Ausstoß von Treibhausgasen stieg sogar um 1,4 Prozent gegenüber 2024. Ein Tempolimit könnte hier die Notbremse ziehen und den CO2-Ausstoß sofort um bis zu 11,7 Millionen Tonnen senken.









