Luftfeuchtigkeit und Saharastaub
Gluthitze auf Mallorca lässt vorerst nicht nach
Aktualisiert am 19.07.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Gluthitze auf Mallorca: Auch in der kommenden Woche sollen die Temperaturen auf bis zu 40 Grad steigen. In der Nacht kühlt es kaum ab.
Mallorca-Urlauber brauchen weiter einen langen Atem. Wer in den kommenden Tagen auf der Lieblingsinsel der Deutschen Ferien macht, muss sich auf drückende Hitze und schlaflose Nächte einstellen. Statt einer erhofften Abkühlung kündigt sich nach Angaben des spanischen Wetterdienstes Aemet in der neuen Woche sogar die nächste Hitzewelle an.
So sollen ab Dienstag heiße Luftmassen aus Nordafrika im Zusammenspiel mit einem Hochdruckgebiet außergewöhnlich hohe Temperaturen auf die Baleareninsel bringen. Aemet spricht von einer „blockierenden Wetterlage“ mit einer hohen Konzentration an Staub bis zum Mittwoch. Erst danach könnten die Temperaturen wieder auf „nur“ knapp über 30 Grad fallen.
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40 Grad in Sóller und nachts kaum Erleichterung
Schon an diesem Wochenende stiegen die Werte vielerorts auf bis zu 38 Grad, in Sóller wurden am Samstag 40 Grad gemessen. Für Teile der Serra de Tramuntana gilt die zweithöchste, orangefarbene Hitzewarnung. Das heißt, die Hitze kann ernsthafte Auswirkungen auf Menschen und Sachwerte haben. Die Waldbrandgefahr steigt. Auf dem Rest der Insel gilt die gelbe Warnstufe. Auch am heutigen Sonntag bleibt es mit Höchstwerten von bis zu 38 Grad nahezu unverändert heiß.
In den vergangenen Tagen wurden bereits extreme Temperaturen gemessen. Im Ort Binibona am Fuße der Tramuntana registrierten Wetterstationen 42,1 Grad. Besonders belastend ist derzeit aber die hohe Luftfeuchtigkeit. Nach Angaben des balearischen Meteorologen Duncan Wingen wurden am Hafen von Palma zeitweise bis zu 85 Prozent Luftfeuchtigkeit gemessen. Dadurch steigt die gefühlte Temperatur auf bis zu 50 Grad.
Selbst nachts gibt es kaum Erleichterung. Vielerorts sinken die Temperaturen nicht einmal unter 28 Grad, örtlich wurden zuletzt sogar Tiefstwerte von über 30 Grad gemessen. Hinzu kommt die sogenannte Calima. Heiße Luft aus der Sahara transportiert feinen Wüstenstaub bis auf die Balearen. Der Himmel wirkt dadurch oft milchig oder bräunlich, gleichzeitig verschlechtert sich die Luftqualität.
Für Urlauber bedeutet das: Wer Ausflüge plant, sollte die Mittagshitze meiden, ausreichend trinken und sich möglichst im Schatten aufhalten. Denn Mallorca bleibt vorerst vor allem eines – glühend heiß.











