Auswirkung bis in den Herbst spürbar
Mittelmeer vor Mallorca erreicht neuen Temperaturrekord
Aktualisiert am 07.08.2026 – 14:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Wassertemperaturen im Mittelmeer steigen immer weiter. Das hat auch Auswirkungen auf die Badequalität vor Mallorca.
Die Wassertemperaturen im Mittelmeer legen immer weiter zu. Wie der spanische staatliche Wetterdienst Aemet am Donnerstag mitteilte, wurde an einer Messboje vor Mallorca mit 33,02 Grad eine neue Rekordtemperatur gemessen.
Wissenschaftlern zufolge ist der menschengemachte Klimawandel der maßgebliche Treiber hinter den hohen Temperaturen. Wie der staatliche spanische Sender RTVE berichtet, liegen die derzeitigen Wassertemperaturen im westlichen Mittelmeer vier Grad über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Der bisherige Rekordwert von 31,87 Grad stammte aus dem Sommer 2014.
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Die immer höheren Wassertemperaturen gefährden das maritime Ökosystem. Durch die Temperaturen können sich auch invasive Arten wie der Rotfeuerfisch verbreiten. Das Tier ist Fressfeind vieler einheimischer Arten und könnte so das ökologische Gleichgewicht aus dem Tritt bringen.
Wie RTVE schreibt, nimmt durch die erhöhte Wassertemperatur auch die Häufigkeit der Portugiesischen Galeere an den Stränden von Nordspanien zu. Die Berührung der Qualle kann zu großen Schmerzen führen.
Mallorca-Hitze: Herbststürme am Mittelmeer möglich
Zudem erhöhen die Temperaturen das Risiko für heftige Stürme und sintflutartige Regenfälle im Herbst. Da aus dem aufgeheizten Mittelmeer mehr Wasser verdunstet, wird auch mehr thermische Energie an die bodennahen Luftschichten abgegeben. Wenn dann im Herbst erste kalte Höhenluft aus dem Norden über diese feuchtwarme Luft zieht, steigt sie explosionsartig auf und kann sich in Starkregen und schweren Stürmen entladen.
Für Urlauber und Einheimische bedeuten die hohen Meerestemperaturen schon jetzt, dass es an den Küsten auch nachts nicht abkühlt, die Luftfeuchtigkeit hoch und ein Bad im Meer alles andere als erfrischend ist.
