Fahrbericht Honda Civic eHEV

Auf dem Weg zur Elektrifizierung des Verkehrs ist allerorten guter Wille erkennbar, manche Kunden werden aber etwas stiefmütterlich behandelt: Es sind solche, die ein elektrisch angetriebenes Auto fahren wollen, aber keine Lademöglichkeit haben, und jene, die selbst im Elek­troauto gerne das Gefühl hätten, in einem herkömmlichen Fahrzeug zu sitzen. Für die Erstgenannten gibt es einige Hybride, die ohne Kabel auskommen, weil sie sich ihren Strom selbst erzeugen, den zweiten Wunsch erfüllt der Honda Civic aus der Kompaktwagenklasse.

Das seit einem halben Jahrhundert gebaute Modell kommt in der nun elften Generation mit einem Konzept daher, das Honda einen selbstladenden Hybrid nennt, ein anderer Antrieb wird nicht angeboten. Er hat einen 184 PS starken Elektromotor, der die Vorderräder antreibt und seinen Strom aus einer Batterie mit nur 1,05 kWh Fassungsvermögen bezieht, die deshalb klein und leicht ist. Damit der Spaß nicht nach wenigen Metern endet, wird sie von einem zweiten Elektromotor geladen, der keine Antriebsfunktion hat. Über dessen Leistung schweigt Honda sich aus, sie muss aber beträchtlich sein, sonst brauchte man nicht einen 143 PS starken Benzinmotor mit zwei Liter Hubraum, der ihn als eine Art überdimensionierter Range Extender mit Strom versorgt und den kleinen Akku entlastet, weil der die hohen Lade- und Entladeströme verkraften muss.

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