Eskalation in Nahost

Tausende deutsche Kreuzfahrturlauber sitzen fest


28.02.2026 – 15:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Tui Cruises: Derzeit befinden sich zwei Kreuzfahrtschiffe der Reederei in Nahost. (Quelle: Michael Bihlmayer/imago-images-bilder)

Die militärische Eskalation in Nahost trifft nun auch Tausende Kreuzfahrturlauber. Mehrere Schiffe liegen in unmittelbarer Nähe zu Angriffszielen – erste Reisen wurden bereits abgesagt.

Nach den Luftangriffen zwischen Israel, Iran und US-Stützpunkten am Persischen Golf spitzt sich die Lage in der Region weiter zu. Besonders betroffen sind derzeit Kreuzfahrtschiffe, die in den Häfen von Dubai, Abu Dhabi und Doha liegen. An Bord befinden sich mehrere Tausend Urlauber – viele von ihnen aus Deutschland.

Die „Mein Schiff 4“ liegt aktuell in Abu Dhabi, die „Mein Schiff 5“ in Doha in Katar. Beide Schiffe von Tui Cruises befanden sich während der ersten Angriffswellen in den Häfen der Region. Berichten der „Kieler Nachrichten“ zufolge erhielten Passagiere Notfallalarme auf ihren Mobiltelefonen. Die Crew forderte sie auf, umgehend an Bord zurückzukehren.

Landausflüge brach die Reederei ab oder startete sie gar nicht erst. Die Außendecks blieben gesperrt. Gäste sollten sich im Inneren des Schiffes aufhalten und Fenster meiden. Schäden meldeten die Schiffe bislang nicht.

Für Sonntag standen eigentlich reguläre Gästewechsel an: In Katar sollten mehr als 2.000 Passagiere von Bord gehen und neue Reisende aus Deutschland anreisen. Auch in Dubai plante „Mein Schiff 4“ einen Wechsel. Doch die Lage bleibt unübersichtlich.

Mehrere Länder in der Region sperrten ihre Lufträume. Israel und Iran stellten den Flugverkehr komplett ein.

Nach Informationen aus Flughäfen in Deutschland starteten Flieger mit Kreuzfahrtgästen teils gar nicht erst oder drehten um. Tui Cruises prüft nach eigenen Angaben gemeinsam mit Airline-Partnern die Auswirkungen auf An- und Abreisen. Gäste mit individuell gebuchten Flügen sollen sich direkt an ihre Fluggesellschaft wenden.

Auch die „MSC Euribia“ von MSC Cruises liegt Berichten zufolge im Hafen von Dubai. Dort berichteten Touristen am Samstag von hörbarer Raketenabwehr. MSC sagte die für den 1. März geplante Kreuzfahrt ab Doha kurzfristig ab. In einer Mitteilung an Gäste verwies die Reederei auf die „aktuelle geopolitische Lage“ und die Luftraumsperrungen.

Das Auswärtige Amt warnt vor einer äußerst volatilen Sicherheitslage in der gesamten Region. Weitere Angriffe auf Ziele im Nahen Osten können nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollen Anweisungen der Behörden befolgen und sich regelmäßig über die aktuelle Entwicklung informieren.

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