Bei RTLzwei
Dieser düstere Tarantino-Western fesselt bis zum Schluss
05.08.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Regisseur Quentin Tarantino versteht es, packende Geschichten auf engstem Raum zu inszenieren: Sein Western „The Hateful Eight“ ist ein bösartiges Kammerspiel.
Ob sein Rache-Epos „Kill Bill“, das Zweite-Weltkriegs-Gemetzel „Inglourious Basterds“ oder der Drama-Krimi „Once Upon a Time in Hollywood“: Tarantino ist ein Meister seines Fachs und liebt es, sich für seine Geschichten viel Zeit zu nehmen. Besonders eindringlich gelingt ihm das, wenn er, wie in seinem Western „The Hateful Eight“, das Geschehen auf einen einzigen Schauplatz konzentriert.
Darum geht es in „The Hateful Eight“
Ein heftiger Schneesturm fegt über Wyoming. Die unsichere Wetterlage zwingt den Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell), seine Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) und zwei weitere Reisende dazu, in einer kleinen Holzhütte in der Einöde Halt zu machen. Doch dort haben sich bereits weitere Personen Schutz gesucht.
Alle Anwesenden stehen entweder mit dem Gesetz auf Kriegsfuß, sind bekannte Raubeine oder versuchen, Recht und Ordnung in Einklang zu bringen. Schnell nehmen die Spannungen in der Hütte zu. Was als unterhaltsame Begegnung beginnt, entwickelt sich zu einem blutigen Showdown, bei dem Überleben von Treffsicherheit abhängt.
Wie sehenswert ist „The Hateful Eight“?
Hinter der kompromisslosen Western-Story verbirgt sich laut der Filmseite „Filmdienst“ mehr: „Was als (Schnee-)Western beginnt, erinnert in der kunstvollen Mischung aus Klaustrophobie, Paranoia und gegenseitigen Verdächtigungen immer mehr an eine Agatha-Christie-Verfilmung.“ Diese Mischung verleiht dem Genre eine spannende Note, die bei Publikum und Presse viel Lob generierte.
Auf der Bewertungsplattform „Rotten Tomatoes“ wird Tarantinos achter Film mit einem Presse-Score von 74 Prozent und einem Publikums-Score von 77 ausgewiesen. Die internationale Filmdatenbank „IMDb“ vergibt 7,8 von 10 möglichen Sternen.
Der twistreiche Western läuft am Freitag, 7. August 2026, um 20.15 Uhr bei RTLzwei. Wer den Film verpasst, kann ihn alternativ bei Netflix im Abo streamen.
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Viel Ausdauer für die Spannungskurve
Mit einer Laufzeit von etwa 170 Minuten bleibt „The Hateful Eight“ der Überlänge anderer Tarantino Werke treu. Laut dem Filmportal „Moviepilot“ lieferte Kurt Russell bei einem exklusiven Vorabscreening den Grund, warum sich Tarantino so viel Zeit für die Geschichte nahm: „Es ist ein geradliniger Western, ein Sergio-Leone-Western. Die Geschichte ist verschlungen und am Anfang kannst du dir nicht erklären, warum das alles so lange dauert.“
Doch es geht noch länger: In einer besonderen Roadshow-Version dauerte „The Hateful Eight“ knapp 190 Minuten. Diese Version wurde lediglich in ausgewählten Kinos gezeigt. Für kurze Zeit war diese Schnittfassung auch bei Netflix zu sehen, wie das Filmmagazin „Moviepilot“ schreibt. Wenn es nach Tarantino geht, sind zeitliche Einschränkungen für gute Geschichten offensichtlich nur eine Empfehlung.
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