In Griechenland und auf Zypern werden während der gesamten Osterwoche in allen Kirchen Messen zelebriert, die mehrere Stunden dauern. Am Karfreitag folgt eine Prozession durch die Straßen der Gemeinde. Selbst weltlich orientierte Menschen gehen zur Osterzeit in die Kirche. Die Feiertage werden mit der Familie verbracht.
Im hauptsächlich muslimischen Senegal gibt es nur eine kleine christliche Gemeinde. Diese bereitet am Karfreitag ein Gericht namens „Ngalakah“ für die Osterfeiertage zu: Couscous mit Erdnussbutter, dem Saft der Baobabfrucht, Rosinen, Vanille und Zucker. Das Dessert wird auch mit muslimischen Bekannten geteilt. Ostern gilt in dem afrikanischen Land deshalb auch als Fest der Stärkung interreligiöser Verbundenheit.
In Österreich ist der Karfreitag seit 2019 kein Feiertag mehr. Die rechtskonservative Regierung hatte das im Februar 2019 beschlossen. Anlass für den Schritt war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), laut dem die bisherige Karfreitags-Regelung, wonach in Österreich nur die rund 300.000 Protestanten, Altkatholiken und Methodisten am Freitag vor Ostern freihatten, diskriminierend sei.
Auch mit Rücksicht auf die Wirtschaft und eine vergleichsweise hohe Zahl von Feiertagen hatte sich die Regierung gegen eine Ausweitung des Feiertags auf alle Arbeitnehmer entschieden.











