Neue Regel ab 1. Oktober

Tanken in Köln: Diesel- und Superpreise trotz Tankrabatt hoch


01.10.2026 – 12:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Tankstelle bei Köln zeigt hohe Spritpreise an (Archivbild): Der Tankrabatt soll die Spritpreise bis Jahresende senken. Weiterhin dürfen sie nur einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden. (Quelle: IMAGO/Marco Bader/imago)

Der Tankrabatt der Bundesregierung greift ab dem 1. Oktober in Köln und der Region. Die Preise für Autofahrer steigen um 12 Uhr dennoch weiterhin.

Die Benzinpreise sind trotz des neuen Tankrabatts in Köln und der Region am Donnerstag um 12 Uhr angestiegen. Der Liter Diesel kostete um 12 Uhr im Mittel 2,41 Euro und war damit 14 Cent teurer als vor der erlaubten Erhöhung am Mittag. An einer Tankstelle kostete der Diesel sogar 2,56 Euro pro Liter. Der Liter Super E5 kostete 2,32 Euro und war ebenfalls teurer. Hier zahlen Autofahrer 19 Cent mehr. Einzelne Tankstellen lagen sogar bei 2,59 Euro.

Am Mittwoch, dem letzten Tag vor der Wiedereinführung des Tankrabatts, hatten die Preise in Köln erneut weit über der Zwei-Euro-Marke gelegen. Der Liter Diesel kostete kurz nach 12 Uhr 2,53 Euro im Mittel, beim Liter Super mussten die Menschen an der Tankstelle am letzten Septembertag 2,44 Euro zahlen. Zwischenzeitlich hatten die Benzinpreise neue Rekordwerte erreicht.

Tankrabatt in Köln und NRW: Kritik an Entlastungsmaßnahmen

Mit dem erneuten Tankrabatt, der die Steuern um 17 Cent je Liter ab Oktober senkt, möchte die schwarz-rote Bundesregierung die Preise an der Tankstelle erträglicher gestalten. Ab dem 1. Januar soll ein bundesweiter Spritpreisdeckel dabei helfen, einen erneuten Anstieg der Preise einzudämmen. Eine Einigung gibt es in diesem Bereich bislang nicht.

Kritiker werfen Bundeskanzler Friedrich Merz und seiner Regierung vor, nicht ausreichend gegen den starken Anstieg der Öl- und damit der Benzinpreise vorzugehen. Wirtschaftsexperten halten den Tankrabatt zudem für ineffektiv, zumal er Kosten im Milliardenbereich verursacht. Aus Mangel an Alternativen hatte Merz eine Wiedereinführung verkündet, um kurzfristig Entlastung zu bringen.

Durch den Tankrabatt sanken die Preise um Mitternacht zunächst deutlich, da die Regelung bereits zum Tageswechsel eingeführt wurde. Die 12-Uhr-Regelung bleibt vom Rabatt unberührt, Tankstellen dürfen ihre Preise weiterhin nur einmal am Tag erhöhen. Erste Zahlen hatten gezeigt, dass etliche Tankstellen das neue Gesetz in den vergangenen Monaten ignoriert hatten.

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