French Open

Deutsche Gegnerin wütet bei Tennismatch – kein Handschlag

27.05.2026 – 16:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Tamara Korpatsch: Die deutsche Tennisspielerin steht in der dritten Runde der French Open. (Quelle: IMAGO/GEPA pictures/ Matthias Hauer)

Tamara Korpatsch hat es zum ersten Mal in ihrer Karriere in die dritte Runde der French Open geschafft. Doch viel Grund zur Freude hatte sie bei ihrem Match nicht.

Tamara Korpatsch hat bei den French Open in Paris den vielleicht größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert – doch der Moment wurde von einer Auseinandersetzung mit ihrer Gegnerin Wang Xinyu überschattet. Nach ihrem 6:2, 2:6, 6:3-Sieg verzichteten die beiden Spielerinnen auf den üblichen Handschlag am Netz und lieferten sich stattdessen eine hitzige Diskussion. Der Grund: eine strittige Szene im ersten Satz.

Xinyu Wang (hinten) diskutiert nach dem Spiel mit Tamara Korpatsch. (Quelle: Frank Molter/dpa)

Wang hatte eine Entscheidung nicht akzeptiert und mit der Schiedsrichterin diskutiert. Das Hawk-Eye-System hatte einen Ball der Chinesin im Aus gesehen, Wang aber war der Meinung, das sei ein Fehler gewesen und wollte einen Ballabdruck überprüfen. Die Situation eskalierte, als Wang auf die Seite von Korpatsch ging und dort weiter argumentierte. Die Chinesin erhielt daraufhin eine Verwarnung. „Da habe ich zu ihr gesagt: Ist das nicht peinlich, dass sie hier extra rüberkommt, nur weil ihre Box so einen Alarm macht?“, erklärte Korpatsch später.

Jetzt wartet Switolina oder Quevedo

Trotz der Aufregung konnte sich die 31-Jährige über ihren Einzug in die dritte Runde freuen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich es endlich über die zweite Runde hinaus geschafft habe bei einem Grand Slam“, sagte sie. Ihre nächste Gegnerin wird entweder Jelina Switolina aus der Ukraine oder die Spanierin Kaitlin Quevedo sein.

Korpatsch überzeugte mit einer mutigen und taktisch klugen Leistung, wie auch die ehemalige Bundestrainerin Barbara Rittner lobte: „Die macht das gut, die ist hellwach, die hat sich was überlegt.“ Die Hamburgerin spielte erneut mit Sonnenbrille, da sie lichtempfindlich ist.

Abseits des Platzes ist Korpatsch auf der Tour eine Einzelkämpferin. Unterstützung erhält sie vor allem von ihrer Familie. „Ich und meine Eltern haben einfach alles alleine geschafft“, sagte sie. Vom Deutschen Tennis Bund habe sie hingegen oft wenig Wertschätzung erfahren.

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