Fünfstöckiges Haus bricht in sich zusammen

Stundenlang verschüttet: Mann hält Baby in den Armen


12.08.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Rettungskräfte räumen nach dem schweren Erdbeben Trümmer beiseite: Im Westen Kolumbiens wurden ein Mann und ein Baby lebend geborgen. (Quelle: Miguel Angel Lopez/dpa)

Kolumbien kämpft mit den Folgen des starken Erdbebens. Eine Geschichte aus dem Westen des Landes macht Hoffnung.

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien sind ein Baby und dessen Vater aus den Trümmern eines Hauses befreit worden – lebendig. Wie kolumbianische Medien am Dienstag berichteten, ist das Kind lediglich zwei Monate alt. Als das fünfstöckige Haus kollabierte, habe der Mann das Baby mit seinem Körper geschützt.

Zwei Polizisten berichteten dem Sender Caracol, wie sie auf die beiden aufmerksam geworden sind. Einer der Beamten erzählte: „Wir hörten Weinen und Stöhnen.“ Ohne groß nachzudenken, hätten die beiden angefangen, in dem Trümmerhaufen zu graben. Der Polizist fügte hinzu: „Ich bin selbst Vater und habe eine vierjährige Tochter.“ Mit der Zeit seien immer mehr Passanten dazugekommen und hätten geholfen.

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Der verschüttete Mann hielt laut den beiden Polizisten auch in den Trümmern das Baby immer noch fest in seinen Armen. Sie erklärten weiter: „Er bat uns nur, sein Kind nicht sterben zu lassen.“ Die beiden wurden in ein Krankenhaus gebracht. Laut Medienberichten ist ihr Zustand stabil. Die Mutter des kleinen Jungen und sein Onkel sind demnach noch immer in den Trümmern verschüttet.

Erdbeben in Kolumbien: Kritik an Regierung nimmt zu

Kolumbien war am Montag von einem Erdbeben der Stärke 7,4 getroffen worden. Wie der geologische Dienst des Landes mitteilte, handelt es sich damit um das stärkste Beben dieses Jahrhunderts. Nach aktuellen Angaben der Regierung kamen bei dem Beben mindestens 181 Menschen ums Leben – deutlich mehr als 2.500 sollen zudem verletzt worden sein.

Noch mehr Menschen werden vermisst – die inoffizielle Seite „Colombia te busca“ listet mehr als 4.000 Fälle auf. In den Medien wird derweil die Kritik am Krisenmanagement der Regierung immer lauter: Wie die Zeitung „El Colombiano“ berichtete, schlägt der rechtsnationale Staatschef Abelardo de la Espriella bislang die Hilfsangebote von Ländern wie Mexiko, El Salvador oder China aus. Hilfsgüter aus den USA wurden hingegen angenommen. US-Präsident Donald Trump hatte Abelardo de la Espriella im Wahlkampf unterstützt.

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