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Home » t-online-Umfrage zeigt wenig Spielraum für Vorsorge-Pflicht
Wirtschaft

t-online-Umfrage zeigt wenig Spielraum für Vorsorge-Pflicht

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 8, 2026
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t-online-Umfrage zeigt wenig Spielraum für Vorsorge-Pflicht

Leser-Umfrage

Fast jeder Zweite kann sich keine zusätzliche Altersvorsorge leisten


08.06.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Besorgtes Paar: Viele t-online-Leser geben an, keinen Spielraum für Altersvorsorge abseits der gesetzlichen Rente zu haben.Vergrößern des Bildes

Besorgtes Paar: Viele t-online-Leser geben an, keinen Spielraum für Altersvorsorge abseits der gesetzlichen Rente zu haben. (Quelle: Miljan Živković/getty-images-bilder)

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Das deutsche Rentensystem sieht vor, dass jeder neben der gesetzlichen Rente noch betrieblich und privat vorsorgt. Doch eine Umfrage zeigt: So einfach ist das nicht.

Wenn sich an diesem Mittwoch Vertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften im Kanzleramt treffen, um sich mit der Bundesregierung über Reformen fürs Land auszutauschen, dürfte ein zentrales Thema die Zukunft der Rente sein. Genauer: wie man die drei Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung und private Altersvorsorge – so ins Verhältnis setzt, dass unterm Strich eine auskömmliche Absicherung steht.

Schon heute ist jeder rentenversicherungspflichtig Beschäftigte angehalten, zusätzlich betrieblich oder privat vorzusorgen; am besten beides. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die Realität sieht anders aus. Nur knapp die Hälfte der Bürger verfügt über eine Betriebsrente, und bei der staatlich geförderten Riester-Rente liegen Millionen Verträge brach oder werfen nicht genug Ertrag ab, um die Inflation auszugleichen.

  • Änderung für Paare: Rentenkommission prüft Pflicht zum Rentensplitting
  • Kürzung der Rente: Das ist bei Reformen wirklich erlaubt

DGB fordert verpflichtende Betriebsrente

Doch wie sieht es eigentlich bei den Bürgern selbst aus? Wären sie bereit für eine solche Pflicht? Oder würde sie das vor finanzielle Herausforderungen stellen? Die Ergebnisse einer nicht repräsentativen Umfrage unter den Leserinnen und Lesern von t-online deuten auf Letzteres hin.

Knapp jeder Zweite hat keinen finanziellen Spielraum

Knapp die Hälfte der Teilnehmer gibt an, weder privat noch über eine Betriebsrente zusätzlich für das Alter vorsorgen zu können. Der Grund: Sie können sich diese Vorsorge derzeit nicht leisten. An der Umfrage nahmen knapp 28.000 Leserinnen und Leser teil. 46,9 Prozent der Befragten erklärten: „Nein, ich habe kein Geld, um zusätzlich vorzusorgen.“ Weitere 24,7 Prozent sorgen nach eigenen Angaben sowohl privat als auch über eine Betriebsrente vor. 19,8 Prozent setzen ausschließlich auf private Vorsorge, während 8,6 Prozent nur eine Betriebsrente nutzen.

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Der DGB argumentiert, dass derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte keine betriebliche Altersvorsorge haben und spricht sich deshalb für die verpflichtende Einbeziehung aus. Unterstützung kommt unter anderem vom Arbeitnehmerflügel der Union sowie von Versicherungs- und Finanzverbänden. Kritiker warnen hingegen vor zusätzlichen Belastungen für Unternehmen. Die t-online-Umfrage legt allerdings nahe, dass auch auf Arbeitnehmerseite Herausforderungen bestehen.

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