80-Prozent-Aussage
Syrischer Übergangspräsident Al-Scharaa widerspricht Merz
01.04.2026 – 06:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach Gegenwind von Arbeitsmarkt-Experten hat Merz seine Aussage zu Rückkehrern nach Syrien relativiert. Es seien nicht seine Worte gewesen, so der Kanzler – doch sein Gast widerspricht.
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa soll eine Rückkehrquote für Syrerinnen und Syrer in Deutschland von 80 Prozent gefordert haben. Das zumindest sagte Bundeskanzler Friedrich Merz während des Besuchs von al-Scharaa in Berlin am Montag. Nun hat der Syrer mehreren übereinstimmenden Medienberichten zufolge widersprochen und erklärt, die Zahl stamme von Merz, nicht von ihm.
Merz sagte während der Pressekonferenz mit al-Scharaa wörtlich: „In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre, das sind auch, ist der Wunsch von Präsident Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren.“ Man konnte dies so verstehen, dass Merz den Wunsch al-Scharaas teilt.
Im Video | Syrischer Übergangspräsident al-Scharaa in Berlin
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Am Dienstag stellte der Bundeskanzler dann klar: „Die Zahl von 80 Prozent Rückkehrern innerhalb von drei Jahren hat der syrische Präsident genannt. Wir haben diese Zahl zur Kenntnis genommen, sind uns aber der Dimension der Aufgabe bewusst.“
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Syriens Übergangspräsident widersprach dann in einem Interview mit dem Londoner Thinktank Chatham House. „In Wahrheit ist die Aussage etwas übertrieben. Nicht ich habe das gesagt, sondern es wurde mir zugeschrieben. Es war der Herr Kanzler, der diese Worte gesagt hat, und das geschah während eines Gesprächs“, so al-Scharaa. Von wem diese Zahl nun stammt, die auch weit über Deutschland hinaus zum Politikum geworden ist, lässt sich aktuell nicht sicher sagen.











