Hohe Ansteckungsgefahr

Gerötete Augen? Diese Erkrankung könnte dahinterstecken


Aktualisiert am 30.03.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Gerötete, tränende Augen: Eine sogenannte Augengrippe wird durch Viren hervorgerufen.

Brennende, tränende Augen: Eine sogenannte Augengrippe wird durch Viren hervorgerufen. (Quelle: Madrolly/getty-images-bilder)

Die Grippe ist eigentlich eine Atemwegserkrankung. Doch der Volksmund kennt noch eine andere – die an den Augen. Woran Sie sie erkennen und was dagegen hilft.

Das Auge ist rot, es tränt und juckt. Eine klassische Bindehautentzündung? Nicht unbedingt. Hinter den Beschwerden kann auch eine Augengrippe stecken – eine hochansteckende Infektion, ausgelöst durch Adenoviren.

Diese enorm widerstandsfähigen Erreger übertragen sich über eine Schmierinfektion, etwa beim Händeschütteln. Sie finden sich auch auf Türklinken, Treppengeländern oder an Haltegriffen. Wer dort zugreift und sich danach am Auge reibt, kann sich infizieren.

Eine Augengrippe beginnt meist einseitig. Betroffene zeigen dabei folgende Symptome:

Nachdem die Viren ein Auge der betroffenen Person attackiert haben, greifen sie in der Regel auch das zweite Auge an. Das Sehvermögen vieler Betroffener ist durch die Augengrippe für längere Zeit beeinträchtigt. Denn neben der Bindehaut entzündet sich dabei auch die Hornhaut und trübt das Sehen.

Um festzustellen, ob sich Adenoviren im Augensekret befinden, macht der Arzt zunächst einen Augenabstrich mit einem Wattetupfer. Anschließend werden die Zellen des Augensekrets im Labor analysiert. Handelt es sich um Viren, liegt die Diagnose Augengrippe nahe. Werden Bakterien nachgewiesen, ist eine Bindehautentzündung wahrscheinlicher.

Wichtig ist: Die Diagnose Augengrippe (Keratoconjunctivitis epidemic) ist meldepflichtig und muss dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.

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