Vom Wasser auf die Straße
Surfer organisieren Demo gegen Surfverbot im Eisbach
19.02.2026 – 15:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Streit zwischen der Stadt München und den Surfern spitzt sich weiter zu. Gegen das kürzlich verhängte Surfverbot will die Community jetzt demonstrieren.
Es ist ein nicht enden wollendes Hin und Her. Seit einigen Monaten ist die Welle im Eisbach schon verschwunden. Versuche vonseiten der Stadt und der Surfer selbst scheiterten. Zuletzt ermöglichte eine Konstruktion der Surfer das Wellenreiten teilweise. Allerdings stufte die Surf-Community den Sport dort als zu gefährlich ein, weshalb die Stadt vergangene Woche (11. Februar 2026) ein neues Surfverbot erlassen hat. Doch das wollen die Surfer nicht akzeptieren und planen nun eine Demo gegen das Verbot.
Berichten der „AZ“ zufolge soll der Münchner Surfclub beim Referat für Umwelt- und Klimaschutz der Darstellung, das Surfen am Eisbach sei zu gefährlich und es brauche ein Verbot, widersprochen haben. Für den 1. März haben die Surfer deshalb eine Demo geplant. Auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online bestätigt das Kreisverwaltungsreferat (KVR) die Anzeige der Versammlung.
Diese soll am Sonntag, 1. März, zwischen 14 und 18 Uhr, auf der Brücke bei der Eisbachwelle (Prinzregentenstraße 1) stattfinden. Das Motto lautet: „Wir wollten wieder surfen dürfen!“ Laut KVR ist die Veranstalterin eine Privatperson. Sie erwartet demnach 500 bis 1.000 Teilnehmer. Die Versammlungsanzeige wird derzeit noch vom KVR geprüft.
Zum Hintergrund: Vergangene Woche hieß es in der Rathaus-Umschau von Mittwoch, 11. Februar: „Weißwasser ist eine Wasserwalze, die Surfende unter Wasser zieht. Ein Freischwimmen aus einer Wasserwalze ist kaum möglich.“ Deshalb hat die Landeshauptstadt München zum zweiten Mal in einer neuen Allgemeinverfügung das Surfen auf der Eisbachwelle verboten.
Die Stadt rechtfertigt diese Entscheidung mit der Begründung, dass das Verbot dem Schutz von Leben und Gesundheit der Surfenden auf dem Eisbach sowie der Rettungskräfte diene. Letztere müssten sich bei den Rettungseinsätzen in Lebensgefahr begeben, um Personen aus der Welle beziehungsweise dem Weißwasser zu befreien.
