Tanken in Köln
Trotz sinkender Ölpreise: Sprit wird noch teurer
08.04.2026 – 12:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Ölpreis bricht um 16 Prozent ein – und trotzdem wird Tanken in Köln teurer. Was hinter dem Paradox steckt und wann Autofahrer endlich profitieren.
Der Ölpreis ist am Mittwoch nach der Ankündigung einer Feuerpause zwischen dem Iran und den USA kräftig eingebrochen. An den Kölner Zapfsäulen kam davon am Mittag jedoch nichts an: Pünktlich zur Mittagsstunde schraubten die Tankstellen ihre Preise nach oben.
An den Kölner Tankstellen spiegelte sich der Absturz am Rohstoffmarkt nicht wider. Laut dem Portal „benzinpreis.de“ stiegen die Preise kurz nach 12 Uhr im Gegenteil kräftig an. Diesel war an der günstigsten Kölner Tankstelle (JET, Widdersdorfer Straße) für 2,399 Euro je Liter zu haben. An mehreren Shell-Stationen kostete der Kraftstoff 2,429 Euro, bei Aral zwischen 2,449 und 2,479 Euro. Die teuersten Preise verzeichneten Esso-Tankstellen mit bis zu 2,539 Euro pro Liter.
Beim Benzin lagen die Preise etwas darunter: Super E10 war zum günstigsten Preis von 2,169 Euro erhältlich, Super E5 ab 2,229 Euro – jeweils bei PM Xpress und Access. Große Markentankstellen wie Shell verlangten für E10 rund 2,179 Euro und für E5 rund 2,239 Euro. Bei Aral kostete E10 zwischen 2,199 und 2,209 Euro, E5 zwischen 2,259 und 2,269 Euro. Die Spanne reichte bei beiden Sorten bis zu 2,249 Euro (E10) bzw. 2,309 Euro (E5) bei Esso.
Nahezu alle Tankstellen hatten ihre Preise exakt um 12 Uhr mittags erhöht – teils um mehr als zehn Cent pro Liter. Das entspricht einer seit vergangener Woche geltenden neuen Regelung, nach der Preiserhöhungen an Tankstellen nur noch einmal täglich zur Mittagszeit zulässig sind. Preissenkungen hingegen sind weiterhin jederzeit möglich.
Dabei sind die Spritpreise ohnehin schon seit Kriegsbeginn auf sehr hohem Niveau. Super E10 kostet derzeit rund 41 Cent mehr pro Liter als vor dem Ausbruch des Konflikts, Diesel sogar gut 70 Cent mehr. Der ADAC sieht diesen Anstieg im Vergleich zur Ölpreisentwicklung als überhöht an und fordert eine Senkung der Kraftstoffsteuer zur Entlastung der Verbraucher. Über weitere Maßnahmen ist sich die schwarz-rote Koalition in Berlin noch uneinig.
