Europa-League-Playoffs
Starker Auftritt bei Celtic: Stuttgart hat Achtelfinale vor Augen
Aktualisiert am 19.02.2026 – 23:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Dank einer Top-Leistung in Schottland haben die Stuttgarter beste Aussichten, eine Runde weiterzukommen. Den Grundstein zum Sieg legte ein Doppeltorschütze in Halbzeit eins.
Der VfB Stuttgart hat einen großen Schritt in Richtung Europa-League-Achtelfinale gemacht. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß gewann das Playoff-Hinspiel im legendären Celtic Park von Glasgow, von den Fans auch liebevoll „Paradise“ genannt, mit 4:1 (2:1).
Entscheidender Mann beim amtierenden DFB-Pokalsieger war Bilal El Khannouss, der zwei Treffer erzielte (15./28.). Nationalspieler Jamie Leweling (57.) erzielte das 3:1, ehe Joker Tiago Tomas in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte (90.+3). Benjamin Nygren hatte für Celtic das zwischenzeitliche 1:1 erzielt, als er von einem Fehlpasses von VfB-Kapitän Atakan Karazor profitierte (21.).
Abgesehen vom Patzer vor dem Ausgleich überzeugten die Schwaben und nahmen den Celtic-Anhängern früh den Enthusiasmus. Davon, dass das erste Europapokal-K.o.-Rundenspiel der Stuttgarter seit 2013 schon nach wenigen Sekunden für ein paar Minuten unterbrochen war, ließen sie sich dabei nicht stören. Der Grund war auf den TV-Bildern nicht ersichtlich. Wie der VfB mitteilte, schmissen Celtic-Fans Tennisbälle auf den Rasen.
Als es dann weiterging, erwischte der Bundesliga-Vierte den erhofften Start. Ausgangspunkt des 1:0 war ein kurzer Abschlag von Celtic-Keeper Kasper Schmeichel. VfB-Innenverteidiger Finn Jeltsch entschied das Kopfballduell für sich, Deniz Undav legte per Hacke vor. Mit dem linken Fuß per Flachschuss schloss El Khannouss relativ zentral ab, Schmeichel konnte nicht parieren.
Beim heftigen Defensiv-Schnitzer des unter Druck geratenen Karazor nach Zuspiel von Keeper Alexander Nübel hatte Nygren dann keine Probleme, den VfB-Torhüter zu umkurven und zum Ausgleich einzuschieben.
Ohne diesen Schnitzer hätte die Hoeneß-Elf schon vor der Pause für eine komfortable Situation sorgen können, führte dann aber erst einmal nur knapp. Nach einer abgefälschten Flanke von Angelo Stiller legten die Stuttgarter mit dem erfolgreichen Kopfball von El Khannouss wieder vor.
Damit zeigte der VfB die Effizienz, die sich in den vergangenen Monaten in den Auswärtsauftritten der Europa League als Schwachpunkt herauskristallisiert hatte. Bei beiden Treffern machte es die Celtic-Defensive El Khannouss aber nicht allzu schwer.
Das 3:1 fiel zu einem wichtigen Zeitpunkt, der schottische Traditionsverein hatte den VfB gerade ein wenig mehr unter Druck gesetzt. Aus rund 20 Metern zog Leweling ab, der Ball sprang auf dem Rasen auf und über den rechten Arm des Keepers. Ermedin Demirovic und Co. jubelten wenig später schon wieder, doch der vermeintliche Doppelschlag zählte wegen einer Abseitsposition nicht.
