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Home » Studie zu Depressionen bei Vätern: Wann das Risiko steigt
Gesundheit

Studie zu Depressionen bei Vätern: Wann das Risiko steigt

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 9, 2026
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Studie zu Depressionen bei Vätern: Wann das Risiko steigt

Laut Studie

In diesem Zeitraum steigt bei Vätern das Risiko für Depressionen


Aktualisiert am 09.04.2026 – 13:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein Mann trägt ein weinendes Kind auf dem Arm (Symbolbild): Psychische Belastungen nach der Geburt eines Kindes machen sich bei Vätern verzögert bemerkbar. (Quelle: Halfpoint/getty-images-bilder)

Väter entwickeln einige Zeit nach der Geburt eines Kindes vermehrt Depressionen und stressbedingte Störungen. Was die Studie zeigt.

Die Geburt eines Kindes gilt gemeinhin als Glücksmoment, kann aber auch mit Herausforderungen einhergehen. Doch bei vielen Vätern macht sich die psychische Belastung später als gedacht bemerkbar. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ erschienene Studie zeigt: Das Risiko für Depressionen und stressbedingte Erkrankungen steigt bei ihnen erst rund ein Jahr nach der Geburt deutlich an.

Für die Studie analysierte ein Forschungsteam des schwedischen Karolinska-Instituts und der chinesischen Sichuan University Daten von über einer Million Vätern in Schweden. Von Interesse war vor allem, wann erstmals psychische Erkrankungen diagnostiziert wurden. Der untersuchte Zeitraum erstreckte sich von einem Jahr vor der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Dabei zeigte sich, dass während der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt bei Vätern weniger psychische Diagnosen gestellt wurden als davor. Doch dieser Trend kehrt sich später um.

Etwa ein Jahr nach der Geburt zeigte sich ein klarer Anstieg: Depressionen und stressbedingte Störungen nahmen bei den frischgebackenen Vätern um mehr als 30 Prozent zu. Angststörungen und Probleme durch Alkohol- oder Drogenkonsum erreichten wieder das Niveau vor der Schwangerschaft. Die noch ungewohnten Herausforderungen einer Elternschaft wirken sich den Forschern zufolge verzögert aus, sodass sich die psychischen Folgen des Vaterwerdens offenbar schleichend aufbauen.

Jing Zhou, Doktorandin am Institut für Umweltmedizin des Karolinska-Instituts und Co-Erstautorin der Studie, stellt heraus: „Der Übergang zur Vaterschaft bringt oft sowohl positive Erfahrungen als auch eine Vielzahl neuer Belastungen mit sich.“ Zu den neuen Herausforderungen zählen etwa weniger Schlaf durch die Betreuung des Babys, die Veränderungen in der Partnerschaft sowie die neue Verantwortung und neue Rollenbilder. Diese Faktoren können sich mit der Zeit summieren und die psychische Gesundheit belasten.

„Wochenbettdepressionen bei jungen Müttern werden oft thematisiert, aber das Wohlbefinden der Väter ist ebenfalls wichtig – sowohl für sie selbst als auch für die gesamte Familie“, sagt Jing Zhou. Männer suchen zudem oft später Hilfe oder ihre Probleme werden weniger erkannt. Die Forscher plädieren daher dafür, Anzeichen psychischer Überlastung bei Vätern auch lange nach der Geburt ernst zu nehmen. Denn die Studie verdeutliche, dass Vätern nicht nur direkt nach der Geburt Hilfe angeboten werden sollte, sondern auch noch Monate danach.

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