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Home » Studie zeigt, wie Absagen die Jobchancen verschlechtern
Wirtschaft

Studie zeigt, wie Absagen die Jobchancen verschlechtern

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 30, 2026
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Studie zeigt, wie Absagen die Jobchancen verschlechtern

Arbeitslosigkeit wird zur Jobfalle

Mit jeder Absage sinken die Chancen auf eine neue Stelle


Aktualisiert am 30.06.2026 – 12:29 UhrLesedauer: 4 Min.

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Mann am Schreibtisch: Jede Absage drückt die Jobchancen – Arbeitslosigkeit wird zur Falle. (Quelle: Hispanolistic)

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Millionen Menschen suchen Arbeit, gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Warum sich dieses Missverhältnis so hartnäckig hält, zeigt eine neue Studie mit überraschenden Ergebnissen.

Deutschland gehen die Rentenzahler aus – also die Menschen, die beispielsweise in einer Festanstellung in die Sozialsysteme einzahlen, insbesondere in die Rentenkasse. Während immer mehr Menschen in Rente gehen, fehlen Arbeitskräfte, die nachrücken. Einerseits.

Andererseits waren nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit im Juni genau 2.935.456 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent. Offene Stellen zu besetzen, sollte also eigentlich kein Problem sein.

Doch obwohl Unternehmen angeblich händeringend nach Arbeitskräften suchen, gestaltet sich die Jobsuche für viele Arbeitslose überraschend schwierig. Mehr noch: Je länger Menschen ohne Arbeit sind, desto geringer werden ihre Chancen auf eine neue Stelle. Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Rockwool Foundation Berlin (RF Berlin). Und genau dieser Mechanismus könnte für viele Betroffene zur Abwärtsspirale werden.

Jede Absage verschlechtert die Chancen auf den nächsten Job

Der Studie zufolge sinkt die Wahrscheinlichkeit, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, von anfangs etwa sieben Prozent pro Monat auf nur noch 4,5 Prozent nach einem Jahr der Jobsuche. Heißt: Zu Beginn der Arbeitslosigkeit finden von 100 arbeitslosen Personen im ersten Monat etwa 7 einen Job. Sind vergleichbare Personen bereits 12 bis 15 Monate arbeitslos, sind es nur noch etwa 4 bis 5.

Die Forscher sprechen von einem Teufelskreis. „Da Personaler zögern, Langzeitarbeitslose zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, reagieren die Arbeitnehmer nach und nach mit weniger Bewerbungen, wodurch ein sich selbst verstärkender Kreislauf der Entmutigung entsteht“, sagte Projektleiter Josef Zweimüller der Nachrichtenagentur Reuters.

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Die Daten der Studie stützen diesen Befund. Demnach sinkt die Zahl der monatlichen Bewerbungen innerhalb eines Jahres im Durchschnitt von elf auf nur noch acht. Gleichzeitig fällt die Wahrscheinlichkeit, dass eine einzelne Bewerbung überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch führt, von rund fünf auf nur noch 3,5 Prozent.

Neue Grundsicherung erhöht den Druck auf Arbeitslose

Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen bei Rente und staatlichen Leistungen für Arbeitslose sind das fatale Signale, die der Arbeitsmarkt sendet. Sozialverbände wie der VdK oder der SoVD kritisieren scharf, dass Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, gleichzeitig aber insbesondere ältere Menschen, die aktiv nach Arbeit suchen, systematisch aussortieren.

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