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Home » Studie zeigt Nachteile für ab 1970 Geborene
Wirtschaft

Studie zeigt Nachteile für ab 1970 Geborene

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 16, 2026
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Studie zeigt Nachteile für ab 1970 Geborene

Einschnitte für diese Jahrgänge

Rente mit 68? Studie stellt zentrale Reformideen infrage


16.04.2026 – 14:16 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Rente steht vor Reformen: Generationengerechtigkeit ist dabei offenbar gar nicht so leicht herzustellen. (Quelle: DjelicS/getty-images-bilder)

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Mehr arbeiten, weniger Rente? Eine neue Studie zeigt: Häufig diskutierte Reformvorschläge treffen ausgerechnet die Jüngeren härter.

Vorschläge wie ein höheres Renteneintrittsalter oder ein sinkendes Rentenniveau gelten vielen als notwendige Schritte für mehr Generationengerechtigkeit. Doch eine neue Studie zeigt nun das Gegenteil. Derartige Einschnitte bei der Rente würden auch Jüngere treffen. Genauer gesagt: Sie würden ihre sogenannte interne Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung schmälern.

Das ergibt eine Analyse, die Forschende des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zusammen mit Forschenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) erstellt haben.

So viel Rendite bringt die Rentenversicherung

Vereinfacht gesagt beschreibt die interne Rendite, wie viel Versicherte später im Verhältnis zu ihren eingezahlten Beiträgen zurückbekommen. Nach aktueller Rechtslage ist die Rendite der Studie zufolge für verschiedene Generationen ähnlich hoch. Männer kommen im Schnitt auf rund 3,1 bis 3,3 Prozent pro Jahr, Frauen sogar auf etwa 3,6 bis 3,8 Prozent.

„Die gesetzliche Rentenversicherung bietet also ordentliche Renditen, und zwar für Jüngere ebenso wie für Ältere“, sagt Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK und Ko-Autor der Studie.

Höheres Rentenalter trifft auch die Jungen

Anders würde es laut der Analyse aussehen, wenn die häufig diskutierten Reformideen umgesetzt würden. So würde eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68 Jahre zwar die Finanzierung der Rentenversicherung entlasten, doch alle ab etwa 1970 Geborenen müssten dann mit geringeren Renditen rechnen. Besonders stark betroffen wären Jahrgänge um 1980 – aber auch deutlich jüngere Menschen würden schlechter gestellt.

Ähnlich kritisch bewerten die Wissenschaftler Pläne, das Rentenniveau künftig stärker zu senken. Auch hier zeigt sich: Die Einsparungen gehen zulasten der Versicherten und treffen vor allem jüngere Generationen.

Mehr Beschäftigung bringt mehr als Kürzungen

Die Studie kommt deshalb zu einem anderen Schluss: Nicht Einschnitte bei Leistungen oder ein höheres Rentenalter seien der entscheidende Hebel, sondern mehr Beschäftigung.

Konkret nennen die Forschenden zwei Ansätze: mehr Zuwanderung und eine höhere Erwerbsbeteiligung. So könnte eine höhere Nettozuwanderung Beitragssätze stabilisieren und das Rentenniveau stützen. Wenn zudem mehr Menschen arbeiteten und in die Rentenkasse einzahlten, verbessere das die Finanzierung ebenfalls.

Private Vorsorge würde wichtiger

Sollten hingegen Reformen umgesetzt werden, die das Rentenniveau kürzen oder das Renteneintrittsalter erhöhen, hätte das zur Folge, dass Jüngere stärker privat vorsorgen müssten als ohnehin schon. Eine Reform der wenig lukrativen Riester-Rente ist bereits auf dem Weg. Ab Januar 2027 soll ein Altersvorsorgedepot staatlich gefördert werden.

Wie viel jede der drei Säulen der Altersvorsorge zur finanziellen Absicherung im Ruhestand beitragen soll, ist derzeit auch Gegenstand der Sitzungen der Rentenkommission. Bis zum Sommer soll das Gremium konkrete Vorschläge für Reformen vorlegen. Die Altersvorsorge ist in Deutschland so gestaltet, dass eigentlich jeder gesetzlich Rentenversicherte zusätzlich privat und betrieblich vorsorgen sollte.

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