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Home » Studie: Teamarbeit könnte Hausärztemangel ausgleichen
Politik

Studie: Teamarbeit könnte Hausärztemangel ausgleichen

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 2, 2026
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Studie: Teamarbeit könnte Hausärztemangel ausgleichen

Was tun gegen Ärztemangel?

Studie: Teamarbeit könnte Hausärztemangel ausgleichen

Aktualisiert am 02.03.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Vor allem bestimmte Routineaufgaben könnten Ärzte an Medizinische Fachangestellten abgeben, so der Vorschlag. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

Schon jetzt fehlen bundesweit Tausende Hausärzte. Eine Studie zeigt, was dem überlasteten System helfen könnte: Die Ärzte sollen ihre Arbeit auf weitere Schultern verteilen. Aber wie kommt das an?

In Hausarztpraxen gibt es laut einer Studie großes Entlastungspotential durch mehr Aufgabenteilung mit dem Praxispersonal. Die Analyse der Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass die Hausärzte fast zwei Drittel ihrer Zeit einsparen könnten, indem sie bestimmte Tätigkeiten auf qualifiziertes Fachpersonal übertragen.

Für die Studie haben die Experten Daten aus zwei größeren, bereits stark im Team mit anderen Berufsgruppen arbeitenden Hausarztpraxen mit herkömmlich arbeitenden Praxen verglichen.

Insbesondere wiederkehrende Routineaufgaben wie technische Diagnostik vom EKG bis zum Lungenfunktionstest, Kontrollen von chronisch Kranken oder Wundnachsorge könnten dort von entsprechend weitergebildeten Medizinischen Fachangestellten übernommen werden, schreiben die Experten. Die Ärzte könnten sich dann stärker auf komplexe diagnostische Entscheidungen, Patientengespräche und Medikamentenverordnung konzentrieren.

Das Fazit: Durch sinnvolle und vom Arzt überwachte Aufgabenteilung im Praxisteam könne der insbesondere schon auf dem Land bestehende Hausärztemangel kompensiert werden – und zwar kurzfristiger als durch neue Ärzte, so die Studienautoren.

Viele der benötigten Fachkräfte seien bereits qualifiziert, andere könnten ihre Kompetenzen durch Fortbildung oder berufsbegleitendes Studium relativ zügig erwerben. Den Prognosen der Experten zufolge ließe sich damit rechnerisch die drohende Lücke von rund 8.200 unbesetzten Hausarztsitzen im Jahr 2030 mit rund 12.000 speziell geschulten Praxisassistentinnen und -assistenten abdecken.

Zwar zeigten die Praxisbeispiele, was schon unter heutigen Rahmenbedingungen möglich sei. Um den Ansatz in die Fläche zu bringen, sei aber auch wichtig, Unsicherheiten etwa bei Haftungs- und Finanzierungsfragen einheitlich zu klären, räumen die Autoren ein.

In einer den Angaben zufolge für die Hausärzteschaft repräsentativen Befragung vor rund einem Jahr durch das Institut infas im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt sich: Fast zwei Drittel der befragten Mediziner sehen großes bis sehr großes Entlastungspotenzial durch die Übertragung von Aufgaben an andere Berufsgruppen, sofern sie für diese Versorgungsaufgabe qualifiziert sind.

Im Einzelnen würde die große Mehrheit unter anderem bei der Patientenschulung, beim Spritzen, Impfen und bei Infusionen, aber auch bei Routineuntersuchungen, Tests und beim Verfassen von Reha-Anträgen und Routine-Hausbesuchen, etwa in Pflegeheimen, Arbeit möglichst weitgehend oder zumindest teilweise abgeben. Auf mehrheitliche Ablehnung stößt dagegen der Vorschlag, auch Akut-Hausbesuche oder die Anpassung von Medikamentendosierungen auf andere Berufsgruppen zu übertragen.

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