Neue Studie

Doodle-Mischlinge zeigen öfter Verhaltensauffälligkeiten


23.03.2026 – 12:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Labradoodle ist eine Mischung aus Labrador und Pudel. (Quelle: xWirestockx via imago-images.de/imago)

Eine neue Studie zeigt, dass die beliebten Doodle-Hunde häufiger problematisches Verhalten zeigen als ihre reinrassigen Vorfahren. Dabei ist ihr Ruf ein ganz anderer.

Doodles sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Den Mischlingen aus Pudeln und anderen Hunderassen (zum Beispiel Labradoodles: Pudel + Labrador) werden viele positive Eigenschaften nachgesagt: Sie seien besonders freundlich, intelligent, familienfreundlich und sogar geeignet für Allergiker.

Aber ist dieser Ruf von Doodles gerechtfertigt? Eine aktuelle Studie des renommierten Royal Veterinary College in London kommt zu einem anderen Schluss. Denn die Forscher haben herausgefunden, dass diese Hybridrassen häufiger problematisches Verhalten zeigen als ihre reinrassigen Vorfahren. Besonders Cockapoos (Cocker Spaniel + Pudel) und Cavapoos (Cavalier King Charles Spaniel + Pudel) fielen dabei negativ auf.

Die Untersuchung basiert auf Daten von 9.402 Hunden in Großbritannien. Die Wissenschaftler nutzten dafür einen standardisierten Fragebogen zum Verhalten von Hunden. Insgesamt wurden 72 Verhaltensvergleiche zwischen drei Designer-Kreuzungen und ihren Ausgangsrassen ausgewertet. In 44,4 Prozent der Fälle zeigten die Mischlinge mehr unerwünschtes Verhalten – dazu zählen unter anderem Aggression, Angst und Probleme beim Alleinsein. Nur in 9,7 Prozent der Fälle schnitten die Mischlinge besser ab.

Besonders auffällig war der Cockapoo. Er schnitt in 16 von 24 Vergleichen schlechter ab als Cocker Spaniel und Pudel. Auch der Cavapoo zeigte häufig ungünstigere Werte. In 11 von 12 relevanten Vergleichen verhielt er sich auffälliger als seine Ausgangsrassen, etwa durch stärkere Ängstlichkeit oder höhere Erregbarkeit.

Der Labradoodle hingegen zeigte ein gemischtes Bild. Zwar fiel er in einigen Bereichen negativer auf als der Labrador Retriever, in anderen schnitt er jedoch besser ab als der Pudel. Insgesamt zeigte diese Hybridrasse die geringsten Abweichungen von den Originalrassen.

Designerhunde gelten als leicht trainierbar und besonders familienfreundlich. Die Studie zeigt jedoch, dass diese Annahmen nicht immer zutreffen. Viele Halter wählen diese Hunde genau wegen solcher Erwartungen. Die Daten deuten darauf hin, dass falsche Vorstellungen zu Problemen führen können, etwa wenn Hunde schwieriger zu erziehen sind als gedacht. Das kann die Beziehung zwischen Mensch und Tier belasten.

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