Strecke Berlin–Hamburg
Streit über Ersatzverkehr: DB mahnt Busunternehmen ab
02.03.2026 – 18:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Ecovista will beim Ersatzverkehr Berlin–Hamburg die Busflotte austauschen. Die Bahn hält dagegen und wirft dem Dienstleister Vertragsbruch vor.
Auslöser ist eine Ankündigung von Ecovista vom Wochenende. Das Unternehmen teilte mit, die Busflotte aufgrund von Änderungen beim Fahrzeugleasing auszutauschen. Die neuen Fahrzeuge seien anders foliert als die bisherigen, so Ecovista. Zudem komme es infolge des Austauschs zu Einschränkungen bei der Übertragung von Echtzeit-Fahrdaten.
Die DB wies das zurück. Ecovista plane Fahrzeuge einzusetzen, die nicht den vertraglichen Vereinbarungen mit DB InfraGo und den zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen entsprächen, wie die Bahn mitteilte. Laut DB würden klar geregelte und mit Aufgabenträgern abgestimmte Qualitätskriterien zu Fahrzeugdesign, Ausstattung und Reisenden-Information nicht eingehalten.
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte bei der DB-Infrastrukturtochter DB InfraGo, erklärte: „Wir setzen alles daran, für die Fahrgäste eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Lösung zu finden, aber wir lassen uns nicht erpressen.“ Bolte erklärte zudem, die bisher genutzten Busse seien angeblich noch vor Ort.
Ecovista organisiert den Ersatzverkehr während der laufenden Sanierung der Bahnstrecke Berlin–Hamburg. Das Unternehmen setzt dafür rund 200 Busse und 500 Fahrer ein. Der Betrieb erstreckt sich über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein.











