Anklage wegen schwerer Körperverletzung
Streit ums Rauchen eskaliert: Mann landet im Koma
10.02.2026 – 15:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Streit ums Rauchen vor einem Hamburger Imbiss endet für einen 60-Jährigen fatal. Jetzt kommt sein Kontrahent vor Gericht.
Ein 31-jähriger ehemaliger Kampfsportler muss sich wegen schwerer Körperverletzung vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. Der Mann soll im August 2025 einen 60-Jährigen nach einem Streit ums Rauchen so schwer verletzt haben, dass dieser seither im Koma liegt. Ihm werden schwere und gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung sowie zwei weitere Körperverletzungen zur Last gelegt.
Zu dem Streit kam es am Abend des 14. August 2025 im Außenbereich eines Lokals auf St. Pauli. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft forderte der Angeklagte den alkoholisierten 60-Jährigen auf, nicht zu rauchen, da er gerade esse.
Als der ältere Mann dieser Aufforderung nicht nachgekommen sei, habe der 31-Jährige seinen Aufenthalt in den Innenraum des Imbisses verlegt. Der 60-Jährige sei ihm jedoch bis zur Tür gefolgt. Dabei habe er darauf bestanden, rauchen zu können, wo er wolle.
Daraufhin soll der Ex-Kampfsportler dem Raucher mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Der Senior sei zu Boden gegangen und sei bewusstlos liegen geblieben. Obwohl der Angeklagte die lebensgefährliche Verletzung erkannt haben soll, habe er jegliche Rettungsmaßnahmen unterlassen, so die Ansicht der Staatsanwältin.
Das Opfer erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma mit multiplen Blutungen. Der 60-Jährige wird nach Einschätzung der Mediziner dauerhaft pflegebedürftig bleiben.









