Ehemaliger Flughafen
Streit um Tegel-Pläne: Expo-Idee sorgt für Ärger bei Projektchef
31.03.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Expo in Tegel? Die Pläne kollidieren mit laufender Bebauung – und Tegel-Chef Wolters lässt eine Personalfrage demonstrativ offen.
Gleiche Messe, gleiches Gelände, zwei völlig verschiedene Pläne: Während der Chef der Tegel Projekt GmbH, Hendrik Wolters, in Cannes um Investoren für die Urban Tech Republic warb, präsentierte das Architekturbüro gmp wenige Meter entfernt dasselbe Gelände als Standort einer Weltausstellung 2035. Wolters stellt klar: Die Flächen des ersten Bauabschnitts, auf die Expo-Befürworter setzen, seien längst vergeben. „Diese Flächen stehen de facto nicht mehr zur Verfügung.“
„Überrascht hat uns, dass wir die Expo-Pläne erst auf der Messe gesehen haben“, sagt Wolters. „Das hat ein falsches Bild erzeugt.“ Gespräche mit den Expo-Verantwortlichen habe es seit 2024 gegeben, eine konkrete Planung jedoch erst in dieser Woche vorgelegen.
Einen vollständigen Ausschluss lehnt Wolters ab – er signalisiert Gesprächsbereitschaft für spätere Bauabschnitte auf Parkplatz- und Freiflächen östlich der Terminals. Grundsätzlich aber benennt er externe Vorstöße als strukturelles Problem: „Das größte Problem besteht darin, dass immer wieder neue Ideen von außen an uns herangetragen werden.“ Planungssicherheit sei die Voraussetzung für ein Projekt dieser Größenordnung.
Offen bleibt die Führungsfrage. Dem Vernehmen nach wurde der Vertrag von Co-Geschäftsführerin Gudrun Sack nicht verlängert. Wolters bestätigt lediglich die Verlängerung seines eigenen Vertrags – zu Dauer und Details äußert er sich auf Bitten des Aufsichtsrats nicht: „Gehen Sie mal davon aus, dass ich auch im nächsten Jahr noch da bin und ich mich noch viele Jahre für die Entwicklung von Berlin TXL einsetzen will.“
