Angeblich ging die Waffe plötzlich los
Streit über Trump – Vater erschießt Tochter
Aktualisiert am 11.02.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Tochter besucht ihren Vater in den USA. Die beiden streiten sich erbittert. Dann führt er sie in ein Zimmer – und 15 Sekunden später hallt ein Schuss durchs Haus.
In Texas hat ein Mann seine 23 Jahre alte Tochter erschossen. Die Tat liegt bereits ein Jahr zurück. Im Zuge einer gerichtlichen Untersuchung in Großbritannien treten nun neue Details zutage: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hatten sich die beiden kurz vor dem tödlichen Schuss heftig über US-Präsident Donald Trump gestritten.
Die 23 Jahre alte Tochter stammte aus der britischen Grafschaft Cheshire, südlich von Liverpool und Manchester. Der Vater von Lucy Harrison hatte die Familie verlassen, als sie noch ein Kind war. Jetzt lebt Kris Harrison in einem Vorort von Dallas.
Gemeinsam mit ihrem Freund hatte Lucy ihren Vater im vergangenen Jahr besucht. Der tödliche Schuss, der jetzt in Großbritannien gerichtlich untersucht wird, fiel am 10. Januar 2025 – kurz vor der Amtseinführung Trumps.
Laut der britischen BBC ging die US-Polizei damals von einem möglichen Totschlag aus, eine Jury hatte aber eine Anklageerhebung abgelehnt. Der Vater stellt den Schuss bis heute als Unfall dar.
Wie nun bei der Anhörung zu dem Fall in Cheshire herauskam, ereignete sich die Tat am Tag der geplanten Rückreise von Lucy Harrison und ihrem Partner. Ihr Partner erklärte vor Gericht, Harrisons Vater sei angetrunken gewesen. In dem Streit sei es unter anderem um mutmaßliche sexuelle Übergriffe Trumps gegangen.
Die 23-Jährige habe ihrem Vater vorgehalten: „Wie würdest du dich fühlen, wenn ich das Mädchen in dieser Situation gewesen wäre.“ Daraufhin habe der Vater gesagt, das würde ihn nicht so sehr aufregen, er habe ja noch andere Töchter. Sie sei daraufhin aufgebracht nach oben gerannt.
Später sei Lucy Harrison in der Küche gewesen. Ihr Vater habe sie an der Hand genommen und in sein Schlafzimmer geführt. Etwa 15 Sekunden später habe es einen lauten Knall gegeben. Er habe seine Partnerin zusammengesackt auf dem Fußboden gefunden, erklärte der Mann vor Gericht.
Sie starb durch eine Schusswunde in der Brust. Der Vater behauptete, er habe seiner Tochter nur seine Waffe zeigen wollen, die er im Nachttisch aufhob. Dabei habe sich der Schuss gelöst.
Bei der Anhörung in Großbritannien war Kris Harrison nicht persönlich zugegen. Er schickte aber eine Erklärung. In dieser hieß es laut BBC: „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht die Schwere dieses Verlustes spüre, eine Last, die ich für den Rest meines Lebens tragen werde.“ Die Untersuchung in Cheshire wurde vorerst vertagt.
