Streit in 3.000 Metern Höhe eskaliert

„Ich komme rauf und geb dir eine“: Bergführer attackiert Alpinist


29.08.2026 – 08:12 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Szene aus dem Video, auf dem der Streit festgehalten wurde. Man sieht wie eng die Passage am Großglockner ist, an der sich der Bergführer vorbeidrängelte. (Quelle: Instagram )

In rund 3.000 Metern Höhe will in Österreich ein Bergführer ein polnisches Paar überholen. Dann eskaliert der Streit auf dem schmalen Steig am Großglockner – und hat für den Mann Folgen.

Auf dem schmalen Weg zur Erzherzog-Johann-Hütte am Großglockner ist ein Streit zwischen einem Bergführer und einem polnischen Bergsteiger entbrannt. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Wochenende auf dem Mürztaler Steig. Eine Kamera hielt jedoch den Streit fest. Das Video verbreitet sich nun in den sozialen Netzwerken.

Zu sehen ist eine enge Passage in rund 3.000 Metern Höhe. Dort befand sich der polnische Bergsteiger mit seiner Begleiterin, als ein Bergführer von oben kam und an den beiden vorbei wollte.

Der Pole bat den Bergführer, zu warten. Dabei verwies er auch auf seine Begleiterin, die sich unterhalb von ihm in der Passage befand. Der Bergführer reagierte brüsk: „Ich bin Bergführer, halt dein Maul!“ Er setzte seinen Weg zunächst fort und passierte die Begleiterin des Polen. Kurz darauf rief er: „Ich komme rauf und geb dir eine!“ Auch der Pole reagierte anschließend verbal.

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Bergführer geht zurück und wird handgreiflich

Dann drehte der Bergführer um und stürzte zurück zu dem Mann. Auf dem Video ist zu sehen, wie sich beide auf der schmalen Passage gegenüberstehen. Der Bergführer wird handgreiflich und verlangt „Benehmen“. Die Begleiterin versucht währenddessen, den Streit verbal zu beenden. Schließlich geht der Bergführer weiter. „Es ist wirklich unglaublich“, ruft der Pole ihm hinterher.

Im Video | Bergführer rangelt sich mit Bergsteiger

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Berg- und Skiführerverein in Österreich reagiert deutlich

Für den Bergführer hat der Vorfall bereits erste Konsequenzen. Der Kalser Berg- und Skiführerverein hatte ihm den Auftrag für die Tour vermittelt. Mitglied des Vereins ist der Bergführer allerdings nicht. Vereinschef Michael Amraser verurteilt das Verhalten deutlich. „Das Verhalten war katastrophal und absolut inakzeptabel“, sagt er.

Der Verein will künftig keine weiteren Aufträge mehr an den Bergführer vermitteln. Zudem habe man den polnischen Bergsteiger über soziale Medien angeschrieben und sich bei ihm für den Vorfall entschuldigt. Eine Antwort habe es bislang nicht gegeben.

Der betroffene Bergführer selbst wollte sich zu dem Zwischenfall auf Anfrage der österreichischen Zeitung „Krone“ nicht äußern. Nach Angaben der Kalser Bergführer lehnte er eine Stellungnahme ab.

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