Tarifstreit geht weiter

Neuer Warnstreik legt Straßen- und U-Bahnen lahm


Aktualisiert am 24.02.2026 – 17:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Gewerkschaft „Verdi“ bestreik den VGF-Betriebshof Gutleut: Es fahren keine U-Bahnen und Trams durch die Mainmetropole. (Quelle: dpa/Andreas Arnold/dpa-bilder)

Wegen des Tarifstreits im ÖPNV kommt es in Frankfurt erneut zu Ausfällen. Darauf müssen sich Fahrgäste in der Mainmetropole einstellen.

Erneut gibt es massive Einschränkungen im Frankfurter Nahverkehr: Am Dienstagmorgen hat der neue Warnstreik der Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) begonnen. U-Bahnen und Trams stehen damit still.

Der Ausstand begann mit der Frühschicht und soll bis zum Ende der letzten Schicht dauern, auch wenn diese erst am Folgetag endet. Nach Angaben der VGF sind alle neun U-Bahn-Linien und alle zehn Straßenbahnlinien betroffen.

Busse und S-Bahnen sollen nach jetzigem Stand regulär fahren. Im Busverkehr wird allerdings mit einer deutlich höheren Nachfrage gerechnet. Dadurch kann es zu zusätzlichen Verspätungen kommen.

Unabhängig vom Warnstreik sollen der Ersatzverkehr für die U2 zwischen Nieder-Eschbach und Gonzenheim sowie der Ersatzverkehr für die U5 ab 22 Uhr zwischen Konstablerwache und Marbachweg/Sozialzentrum fahren.

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen. Laut Verdi wollen die Arbeitgeber bei bestehenden Zulagen sparen. Konkret gehe es darum, eine tariflich vereinbarte Zulage zur Mitarbeitergewinnung künftig mit Tariferhöhungen zu verrechnen. Zudem solle die seit Langem geltende Aufstockung des Krankengelds gekürzt werden.

„Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten Streik“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel. Bei den Verhandlungen am folgenden Tag erwarte man, „dass sie einsichtig sind und von ihren Vorhaben ablassen“.

In Hessen geht es nach Gewerkschaftsangaben nicht um lineare Gehaltserhöhungen. Der Tarifvertrag ist an den TVöD gekoppelt. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsbedingungen wie die Berechnung von Zuschlägen, Fragen der Eingruppierung sowie eine mögliche Ballungsraumzulage.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch, 25. Februar, angesetzt. Neben Frankfurt sind auch Verkehrsbetriebe in Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen betroffen.

Share.
Exit mobile version