Diese Verbindungen sind betroffen

Zweitägiger Streik: Zahlreiche Ausfälle am Flughafen BER


12.04.2026 – 10:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Reisender steht am Flughafen BER: Die Streiks haben auch Auswirkungen auf Berliner Reisende. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)

Der Streik bei Lufthansa und Eurowings trifft auch den BER. Was Flugreisende beachten müssen.

Der angekündigte Streik der Piloten bei Lufthansa und Eurowings am Montag und Dienstag hat auch Auswirkungen auf den Betrieb am Flughafen BER. Laut dem Ab- und Anflugsverzeichnis fallen zahlreiche Flüge aus.

Demnach sind allein am Montag 20 geplante Flüge betroffen – vor allem innerdeutsche Ziele werden nicht angeflogen. Konkret wurden Flüge nach München und Frankfurt gestrichen. Am Dienstag gehen die Einschränkungen weiter. Dann können ebenfalls 20 Flugzeuge nicht abheben.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte zu dem Ausstand aufgerufen, der von Montag 00.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr dauern soll. Das Eurowings-Personal ist nur am Montag zum Streik aufgerufen.

VC-Präsident Andreas Pinheiro sagte: „Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt“. Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage seien ernstzunehmende Angebote ausgeblieben. In dieser Zeit habe es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber gegeben, so Pinheiro weiter.

Nach VC-Angaben liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag. Bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung inakzeptabel und bewege sich „auf einem derart niedrigen Niveau, dass es diesen Namen kaum verdient“.

Die Lufthansa reagierte mit Unverständnis auf den Streikaufruf. Die Streikankündigung der Spartengewerkschaft Vereinigung Cockpit „stellt eine völlig neue Stufe der Eskalation dar“, sagte ein Unternehmenssprecher. Ihre Kernforderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge sei absurd und unerfüllbar.

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