Diese Verbindungen sind betroffen
Zweitägiger Streik: Zahlreiche Ausfälle am Flughafen BER
Aktualisiert am 13.04.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Streik bei Lufthansa und Eurowings trifft auch den BER. Was Flugreisende beachten müssen.
Der angekündigte Streik der Piloten bei Lufthansa und Eurowings am Montag und Dienstag hat auch Auswirkungen auf den Betrieb am Flughafen BER. Laut dem Ab- und Anflugsverzeichnis fallen zahlreiche Flüge aus.
Demnach sind allein am Montag knapp 40 geplante Flüge betroffen – vor allem innerdeutsche Ziele werden nicht angeflogen. Konkret wurden von der Lufthansa insbesondere Flüge nach München und Frankfurt gestrichen. Auch Flüge der Lufthansa-Tochter Eurowings fallen aus, etwa nach Köln/Bonn, Stuttgart, Düsseldorf und zu anderen deutschen Zielen. Aber auch Flüge nach Zürich, London, Split und Göteborg finden nicht statt.
Am Dienstag gehen die Einschränkungen weiter. Dann können ebenfalls zahlreiche Flugzeuge nicht abheben. Der Flughafen BER bittet Reisende, sich über ihren aktuellen Flugstatus zu informieren. Das geht auf der Website der Lufthansa.
Das Unternehmen hatte angekündigt, betroffene Passagiere bis spätestens Sonntagvormittag (12. April) über Streichungen oder Umbuchungen zu informieren. Im Falle eines Ausfalls werden Fluggäste laut Lufthansa kostenlos und in der Regel automatisch auf einen anderen Flug umgebucht und per Handy darüber informiert. Sollte kein Ersatzflug verfügbar seien, sei es möglich, das Ticket in ein Zugticket der Deutschen Bahn umzuwandeln.
Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte zu dem Ausstand aufgerufen, der von Montag 00.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr dauern soll. Das Eurowings-Personal ist nur am Montag zum Streik aufgerufen.
VC-Präsident Andreas Pinheiro sagte: „Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt“. Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage seien ernstzunehmende Angebote ausgeblieben. In dieser Zeit habe es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber gegeben, so Pinheiro weiter.
Nach VC-Angaben liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag. Bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung inakzeptabel und bewege sich „auf einem derart niedrigen Niveau, dass es diesen Namen kaum verdient“.
Die Lufthansa reagierte mit Unverständnis auf den Streikaufruf. Die Streikankündigung der Spartengewerkschaft Vereinigung Cockpit „stellt eine völlig neue Stufe der Eskalation dar“, sagte ein Unternehmenssprecher. Ihre Kernforderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge sei absurd und unerfüllbar.










