Staatsbesuch aus Syrien

Al-Scharaa in Berlin – Sperrungen und Demos

Aktualisiert am 30.03.2026 – 09:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Ahmed Al-Scharaa, Übergangspräsident von Syrien (Archivbild): In Berlin kommt es aufgrund des Besuches zu mehreren Straßensperrungen. (Quelle: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa-bilder)

Der syrische Übergangspräsident besucht Berlin. Die Polizei sperrt am Montag mehrere Straßen und richtet eine Verbotszone ein. Mehrere Demos sind geplant.

Der Besuch des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa führt am Montag zu Verkehrsbehinderungen in Berlin. Rund um Schloss Bellevue sperrt die Polizei die Straßen von 8 bis 11 Uhr, rund ums Bundeskanzleramt von 11 bis 16 Uhr. Wer in den gesperrten Bereichen wohnt, sollte seinen Ausweis dabeihaben.

Die Polizei stuft Al-Scharaa als Gast mit hoher Gefährdung ein und hat einen Großeinsatz vorbereitet. Laut der „Berliner Zeitung“ positioniert sie Präzisionsschützen auf den Dächern rund ums Regierungsviertel, um mögliche Attentäter im Blick zu haben.

Im Laufe des Tages sind laut Polizei zum Teil auch größere Kundgebungen für und gegen das syrische Staatsoberhaupt mit insgesamt mehreren Tausend Teilnehmern angemeldet. Regierungsgegner wollten etwa am Auswärtigen Amt und später am Brandenburger Tor zusammen kommen. Unterstützer von Al-Scharaa treffen sich am Berliner Hauptbahnhof. 3.000 Menschen werden dort erwartet.

Zu einer ersten Protestversammlung am Großen Stern kamen nach Angaben einer dpa-Reporterin am Morgen indes nur ein halbes Dutzend Menschen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt Al-Scharaa um 12.30 Uhr zu einem Gespräch und Mittagessen im Kanzleramt. Um 14 Uhr treten beide vor die Presse. Außerdem nimmt der syrische Präsident an einem deutsch-syrischen Wirtschaftsforum im Auswärtigen Amt teil.

Der 43-jährige Al-Scharaa regiert Syrien seit dem Sturz des langjährigen Diktators Baschar al-Assad Ende 2024. Damals hatten islamistische Milizen unter seiner Führung die Macht übernommen. Die Bundesregierung will den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes unterstützen – auch, um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge zu ermöglichen.

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