Star seiner Disziplin
Stier spießt bekannten Torero auf
21.04.2026 – 14:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Schreckmoment in einer Stierkampf-Arena in Spanien. Plötzlich liegt einer der bekanntesten Toreros des Landes am Boden. Er muss in den OP-Saal.
Der Torero Morante de la Puebla ist bei einem Stierkampf in der Arena La Maestranza in Sevilla schwer verletzt worden. Ein Stier spießte den 46-Jährigen von hinten auf, wie spanische Medien berichteten. Dabei erlitt er eine tiefe Wunde im Bereich von After und Darm.
Der Stier wog den Berichten zufolge mehr als 500 Kilogramm. Die Zeitung „El País“ berichtete unter Berufung auf den zuständigen Arzt, de la Puebla sei zwei Stunden lang operiert worden.
La Maestranza gilt als eine der bekanntesten Stierkampfarenen Spaniens und ist regelmäßig Schauplatz großer Corridas. Morante de la Puebla zählt zu den bekanntesten und populärsten Toreros des Landes.
Eine genaue Statistik zu tödlichen Unfällen gibt es nicht. Spanische Medien sprechen von Dutzenden Toten seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Anfang April wurde ein Mitarbeiter einer Stierkampfarena in Málaga getötet, als er beim Entladen von einem Bullen aufgespießt wurde. 2016 starb der Stierkämpfer Víctor Barrio in Teruel, als ein Stier mit dem Horn sein Herz durchbohrte.
Stierkämpfe sind in Spanien und international umstritten. Befürworter sehen sie als Teil der nationalen Tradition, die es zu bewahren gelte. Kritiker lehnen Corridas ab, sprechen von Tierquälerei und fordern seit Jahren ein Ende der Praxis.
