Lyriden-Höhepunkt im Norden
Große Sternschnuppen-Nacht naht – so wird sie sichtbar
18.04.2026 – 07:09 UhrLesedauer: 2 Min.
In wenigen Tagen erreicht der Lyridenstrom seinen Höhepunkt – mit bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde. So sehen die Wetteraussichten im Norden aus.
Jedes Jahr rund um den 20. April zieht der Sternschnuppenstrom der Lyriden über den Himmel – in diesem Jahr mit guten Aussichten auf freie Sicht, erklärt Björn Voss, Direktor des Planetariums Hamburg.
Den besten Beobachtungsmoment gibt es in den frühen Morgenstunden des 22. April. Dann steht das Sternenbild Leier hoch am Himmel – von ihm scheint der Strom auszugehen. Rund 20 Sternschnuppen pro Stunde seien möglich, so Voss. Die winzigen Teilchen – kaum größer als ein Sandkorn – rasen laut dem Planetariumsdirektor mit etwa 49 Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre.
Ab dem 21. April soll der Himmel über Deutschland laut Deutschem Wetterdienst zunehmend wolkenfrei werden. Warm anziehen lohnt sich: Die Temperaturen können in der Nacht auf bis zu minus 2 Grad Celsius sinken.
Voss empfiehlt, die Beobachtung weit draußen auf dem Land zu planen – in dunklen Gebieten abseits von Kunstlicht. Mindestens 30 Minuten vor dem Schauen sollten die Augen in der Dunkelheit bleiben, damit sie sich anpassen. Handy und Mondlicht stören diesen Prozess, sagt der Experte.
Der Name Lyriden leitet sich vom Sternenbild Leier ab – lateinisch Lyra. Es besteht aus vier Sternen, die ein Parallelogramm bilden, sowie dem hellen Hauptstern Wega. Je höher die Leier nach Mitternacht am Firmament steht, desto besser die Sichtchancen.
Wer fotografieren will, braucht laut Voss ein stabiles Stativ, ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv und hohe ISO-Werte. Statt auf eine Schnuppe zu warten, sei es sinnvoller, die Kamera im Intervall-Modus mit 15 bis 20 Sekunden Belichtungszeit laufen zu lassen. Sein Rat: „Die Powerbank nicht vergessen!“










