Armut und Gewalt
Sternekoch gibt Einblick in „schlimme“ Kindheit
28.02.2026 – 19:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Tim Raue ganz offen: Der Sternekoch aus Berlin spricht über seine schwierige Kindheit – und erklärt, warum er immer noch wie ein Eichhörnchen hortet.
Der Berliner Sternekoch Tim Raue hat Einblicke in seine schwierige Vergangenheit gewährt. Raue sieht sich bis heute stark geprägt von Erfahrungen seiner Kindheit. „Wenn du von ganz unten kommst, wie ich, dann versuchst du, alles anzunehmen und festzuhalten“, sagte der 51-Jährige dem Berliner „Kurier“. „Ich habe gehortet wie ein Eichhörnchen. Die Angst, arm zu sein, sitzt tief.“ Noch immer rechne er nach, „was ich habe, um mich zu beruhigen“. Seine Kindheit sei schlimm gewesen. „Es gab viel Gewalt.“
Inzwischen definiere sich der in Berlin-Kreuzberg aufgewachsene Spitzenkoch über Arbeit. „Tim privat ist ein kleiner Teil meiner Persönlichkeit“, sagte der Gastronom. „Wenn 100 Prozent mein Leben sind, sind etwa 10 Prozent privat. 90 Prozent sind Kochen, Gastronomie, Geschäft.“
Seit Juni 2025 gestaltet Raue das kulinarische Konzept im „Sphere Tim Raue“ im Berliner Fernsehturm. In 207 Metern Höhe werden dort Berliner Klassiker wie Currywurst und Königsberger Klopse modern interpretiert serviert.
Sein Flaggschiff ist jedoch ein anderes Lokal: Das nach ihm benannte Restaurant „Tim Raue“ in Kreuzberg hält weiterhin zwei Michelin-Sterne. Außerdem betreibt Raue Brasserien in Berlin, München und Konstanz, die französische Küche mit seinem modernen Stil kombinieren.
Über die Koch-Branche hinaus ist der gebürtige Berliner auch bekannt, weil er immer wieder in TV-Formaten zu sehen ist. So tritt er etwa regelmäßig bei „Kitchen Impossible“ oder „The Taste“ auf. Vom Gourmetführer Gault&Millau wird er unter den besten Köchen Deutschlands geführt.
