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Home » Stellantis schützt Marke mit Fiat-Pandina-Modell
Mobilität

Stellantis schützt Marke mit Fiat-Pandina-Modell

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 10, 2026
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Stellantis schützt Marke mit Fiat-Pandina-Modell

Kurioser Notfallplan

Tote Automarke wird wiederbelebt


10.07.2026 – 10:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Notbremse im Markenstreit: Stellantis reaktiviert den Namen Autobianchi für ein Pandina-Sondermodell, um die Rechte vor dem Zugriff des italienischen Staates zu schützen.

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Seit 1995 ruht der Name Autobianchi. Nun bringt der Stellantis-Konzern die Marke zurück. Dahinter steckt keine Marketing-Idee, sondern juristische Notwendigkeit: Ein neues Gesetz bedroht die Markenrechte.

Stellantis plant eine Sonderversion des Fiat Pandina unter dem Traditionsnamen Autobianchi. Der Konzern reagiert damit auf eine Besonderheit des italienischen Markenrechts: Ein Gesetz aus dem Jahr 2023 erlaubt es dem Staat, historische Automarken zu übernehmen, wenn sie mindestens fünf Jahre lang ungenutzt bleiben. Das italienische Wirtschaftsministerium hat die Logos von Autobianchi und Innocenti bereits im Jahr 2024 registriert.

Schutz vor Chinas Herstellern

Die italienische Regierung will solche ungenutzten Marken für neue Industrieprojekte im Land vergeben. Das Ministerium verhandelt dabei auch mit chinesischen Herstellern, die Fabriken in Italien planen. Mit dem neuen Sondermodell verhindert Stellantis diese Übernahme.

Die Technik und Optik des Wagens folgen deshalb rein praktischen Gründen. Als Basis für den „Pandina Tributo Autobianchi“ dient der Fiat Pandina Cross. Die Änderungen beschränken sich auf Details: robuste Kunststoffverkleidungen, neue Elemente an Front und Rädern sowie Farben, die an die alten Vorbilder erinnern. Auch der Innenraum zitiert frühere Epochen.

Die Antriebstechnik bleibt gleich. Das Auto nutzt den bekannten Mildhybrid-Dreizylindermotor mit einem Liter Hubraum und 69 PS, kombiniert mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb.

Autobianchi war einst technischer Vorreiter

Das kleine Comeback, das nur dem Markenschutz dient, steht in starkem Kontrast zur historischen Bedeutung der Marke. Autobianchi wurde 1955 als Gemeinschaftsunternehmen von Bianchi, Pirelli und Fiat gegründet. Das erste Modell basierte deshalb noch auf dem Fiat 500.

Vergessene Avantgarde: Autobianchi diente dem Fiat-Konzern ab 1955 als Testlabor für moderne Technik.Vergrößern des Bildes
Vergessene Avantgarde: Autobianchi diente dem Fiat-Konzern ab 1955 als Testlabor für moderne Technik.

In den Sechzigerjahren übernahm Autobianchi im Konzern die Rolle des technischen Vorreiters. Das 1964 vorgestellte Modell Primula bot bereits einen quer eingebauten Motor, Frontantrieb und vier Scheibenbremsen. Diese Bauweise nahm den Standard moderner Kompaktwagen vorweg.

Den größten Erfolg feierte die Marke mit dem Kleinwagen A112 (1969 bis 1986), von dem Fiat mehr als 1,2 Millionen Stück baute. 1995 stellte Fiat den Vertrieb unter dem Namen Autobianchi ein. Ein Versuch, die Marke 2014 mit einer Produktion in China wiederzubeleben, scheiterte.

Nun kehrt Autobianchi doch noch einmal auf die Straße zurück. Allerdings nicht als echter Neuanfang, sondern lediglich als juristische Absicherung.

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