Landkreis Tübingen

Klinik schließt – alle Mitarbeiter gekündigt


01.04.2026 – 20:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Steinlach-Klinik muss Ende Juni ihre Türen schließen (Symbolbild). (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Eine Klinik im Landkreis Tübingen schließt Ende Juni – allen Mitarbeitern wurde gekündigt. Jahrelange wirtschaftliche Probleme besiegelten das Ende der Steinlach-Klinik.

Die Steinlach-Klinik im Gesundheitszentrum Mössingen im Landkreis Tübingen steht vor dem Aus: Ende Juni soll der Betrieb eingestellt werden. Das geht aus einem Bericht des „Reutlinger General-Anzeigers“ hervor, dem zufolge der Betreiber Synlab die Schließung bestätigt hat. Für die Beschäftigten der Klinik gibt es wohl auch keine Sonderlösung – allen Angestellten soll bis zur Schließung gekündigt werden.

Als Grund für das Aus nennt Synlab nach eigenen Angaben eine umfassende wirtschaftliche und strukturelle Analyse. Demnach habe sich die Klinik über mehrere Jahre hinweg in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befunden. Das Unternehmen habe nach eigener Darstellung versucht, den stationären Betrieb mit verschiedenen Maßnahmen zu stabilisieren. Diese Bemühungen seien letztlich jedoch erfolglos geblieben.

Die Steinlach-Klinik geht auf eine Einrichtung zurück, die bereits 1982 in Mössingen gegründet wurde. Seit 2013 wird sie von der Steinlach-Klinik GmbH geführt, 2016 zog sie an ihren heutigen Standort im Gesundheitszentrum in der Ortsmitte um. Die Klinik gehört zur Synlab Holding mit Sitz in Augsburg in Bayern. In Mössingen waren Fachärzte aus mehreren Bereichen tätig, darunter Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie sowie Allgemein- und Gefäßchirurgie.

Wie viele Beschäftigte konkret von der Schließung betroffen sind, hat das Unternehmen laut Bericht nicht mitgeteilt. Der „Reutlinger General-Anzeiger“ verweist jedoch unter Vorbehalt auf einen Qualitätsbericht aus dem Jahr 2023. Demnach waren in der Klinik 19 Pflegekräfte und neun Fachärzte tätig.

Nach Angaben von Synlab soll die medizinische Versorgung in der Region trotz der Schließung gesichert bleiben. Auswirkungen auf die Notfallversorgung gebe es nicht, betonte ein Sprecher dem Bericht zufolge.

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