Arteriosklerose

Lässt kalkhaltiges Wasser die Arterien verkalken?


02.04.2026 – 08:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Etwa ein Drittel aller Deutschen trinkt immer oder häufig Leitungswasser. (Quelle: milorad kravic/getty-images-bilder)

Bei einer Arterienverkalkung verhärten Ablagerungen die Gefäße. Begünstigt der hohe Kalkgehalt in hartem Trinkwasser diesen Prozess?

Unbehandelt ist eine Arteriosklerose, auch Arterienverkalkung genannt, einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bis es dazu kommt, vergehen in der Regel jedoch viele Jahre. Symptome zeigen sich dabei oft erst, wenn die Gefäße bereits erheblich verengt sind. Kann kalkhaltiges, hartes Leitungswasser solch eine Gefäßverkalkung beeinflussen oder sogar vorantreiben?

„Kalk“ im Wasser besteht hauptsächlich aus gelösten Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium. Die sogenannte Wasserhärte gibt an, wie viel davon enthalten ist. Hartes Wasser ist also schlichtweg mineralreiches Wasser und damit kein ungewöhnliches oder grundsätzlich schädliches Phänomen.

Hartes, kalkreiches Leitungswasser ist in Deutschland keine Seltenheit, doch eine Arterienverkalkung begünstigt es nicht. Es lässt sich daher unbesorgt trinken. Hartes Wasser kann sogar gesundheitliche Vorteile haben, denn es enthält mehr Kalzium und Magnesium und ist ein guter Nährstofflieferant.

Kalzium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der nach dem Trinken über den Magen in den Darm gelangt. Dort wird er je nach Bedarf in den Körper aufgenommen und etwa in Knochen und Zähnen gespeichert. Überschüssiges Kalzium wird normalerweise einfach ausgeschieden. Es lagert sich nicht in den Gefäßen ab.

Bei einer Arteriosklerose bilden sich im Laufe der Zeit allmählich sogenannte Plaques in den Gefäßwänden. Das sind Ablagerungen, die aus Blutfetten und anderen Blutbestandteilen sowie Bindegewebe und Kalzium bestehen. Diese Plaques rufen entzündliche Prozesse in der Gefäßwand hervor und lassen die normalerweise elastischen Arterien verhärten und dadurch gewissermaßen „verkalken“. Das Kalzium in diesen Ablagerungen ist dabei Teil eines biologischen Umbaus innerhalb der Gefäßwand.

Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich das Risiko für eine Arteriosklerose deutlich senken. Folgende Maßnahmen können dabei helfen:

Kalkhaltiges Wasser lässt Arterien nicht verkalken. Arteriosklerose ist eine komplexe Erkrankung, die vor allem durch den Lebensstil und den Stoffwechsel beeinflusst wird, nicht durch die Wasserhärte. Wer etwas für seine Gefäße tun möchte, sollte auf eine gesunde Lebensweise achten.

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