Verändertes Interesse
Steigende Spritpreise lassen Interesse an E-Autos steigen
Aktualisiert am 11.03.2026 – 08:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Hohe Kraftstoffpreise machen Elektro-Modelle für Käufer attraktiver, Onlineplattformen registrieren spürbar mehr Anfragen. Doch viele zögern.
Die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Benzinpreise haben das Kundeninteresse an Elektroautos steigen lassen. „Steigende Ölpreise wirken sich unmittelbar auf das Interesse an Elektroautos aus. Unsere Daten zeigen: Seit dem 28. Februar ist der Anteil der E-Auto-Konfigurationen von 55 Prozent auf bis zu 63 Prozent am Wochenende gestiegen“, sagt Philipp Sayler von Amende, CEO Carwow Deutschland. Im Wochendurchschnitt lägen Elektroautos bei rund 59 Prozent. Das zeige, dass viele Verbraucher auf steigende Spritkosten reagieren.
Das Portal Meinauto.de verzeichnet nach eigenen Angaben ein deutlich gestiegenes Interesse an Themen rund um günstigeres Autofahren. Besonders Angebote und Inhalte zu alternativen Antrieben und Kraftstoffen sowie Ratgeber zum Spritsparen werden derzeit überdurchschnittlich häufig aufgerufen, wie ein Sprecher sagt.
Während Elektroautos zulegen, verlieren klassische Antriebe Carwow zufolge leicht an Nachfrage. „Benzin- und Dieselmodelle kommen zusammen nur noch auf rund 23 Prozent der Konfigurationen und liegen damit unter dem Niveau von Ende Februar. Hybride bewegen sich mit etwa 15 Prozent dagegen relativ stabil“, erklärt Carwow-CEO Sayler von Amende.
Ein Rückgang des Interesses an Mobilität insgesamt ist laut Meinauto.de nicht zu beobachten. Bei der konkreten Kaufentscheidung zeige sich jedoch eine gewisse Zurückhaltung. „Wir spüren derzeit, dass einige Interessenten ihre Entscheidung für ein neues Auto etwas aufschieben und zunächst abwarten, wie sich Energiepreise und die geopolitische Lage entwickeln“, betont der Sprecher.
