Der FC Bayern in Bergamo
Sie zerstörten ihren großen Traum
Aktualisiert am 10.03.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 5 Min.

Der FC Bayern ist vor dem Achtelfinale der Champions League gewarnt. Es wartet ein unbequemer Gegner. Zwei Stars wollen eine besondere Rechnung begleichen.
Aus Bergamo berichtet Julian Buhl
Was auf den FC Bayern im Achtelfinalhinspiel der Champions League am Dienstagabend (21 Uhr im Liveticker bei t-online) bei Atalanta Bergamo zukommen wird, darüber rätseln die Münchner im Vorfeld der Partie selbst noch ein wenig. Diese Begegnung gab es im europäischen Fußball schließlich noch nie.
„Ich kann auch nur das Spiel gegen den BVB als Benchmark nehmen“, sagte Sportvorstand Max Eberl deshalb im Vorfeld t-online. „Das wird ein sehr hitziges und intensives Spiel – eine große Aufgabe.“ Das Aus von Borussia Dortmund gegen Atalanta in den Playoffs sieht Eberl als „große Warnung“ für die Bayern.
Auch Cheftrainer Vincent Kompany wähnt seine Mannschaft in Italien vor einer großen Prüfung. „Wir sind es gewohnt, die Favoriten in den meisten Spielen zu sein. Wenn die Leute das jetzt wieder sagen, nehmen wir diese Rolle an“, sagte Kompany am Montagabend bei seiner Abschlusspressekonferenz in der „New Balance Arena“, in der Atalanta die Bayern am Dienstagabend empfangen wird.
„Aber das heißt nicht, dass das Ergebnis dann auch so ausfällt“, warnte der Belgier vor dem aktuellen Tabellensiebten der italienischen Serie A. „Wir spielen gegen eine sehr starke Mannschaft. Sie können jeden schlagen, haben Juventus Turin 3:0 bezwungen, stehen im Halbfinale des italienischen Pokals, sie können viel erreichen.“
Bergamo spiele „eine ganz besondere Art von Fußball, sie spielen wie fast keiner“, führte Kompany weiter aus. Was er damit meinte: Atalanta spielt ein selbst im modernen Fußball ungewöhnlich hohes Pressing und überfällt seine Gegner nach Ballgewinnen mit schnellen Angriffen. „Wie sie Druck machen, ist besonders. Sie sind Mann am Mann auf dem ganzen Platz“, sagte Kompany.
Umgekehrt ist der Respekt der Italiener vor den Bayern und speziell Kompany riesig. Das war auch an einer Szene zu erkennen, die sich unmittelbar nach Kompanys Ausführungen im Presseraum abspielte. Auf dem Weg nach draußen wurde Kompany nämlich von einem italienischen Journalisten noch um ein Autogramm auf seinem Notizblock gebeten.
Wenige Minuten nach Kompany nahm auch Atalantas Trainer Raffaele Palladino an gleicher Stelle auf dem Podium Platz und sprach dort über seine Erwartungen an die Partie. Er sagte: „Bayern hat wenige Schwächen. Es ist ein Spiel wie eine Mission Impossible.“ Also eine eigentlich unmögliche Mission.









