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Home » Standort liefert Vorlage – so schützen Sie sich
Digital

Standort liefert Vorlage – so schützen Sie sich

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 9, 2026
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Standort liefert Vorlage – so schützen Sie sich

Bilder und KI

Urlaubsfoto wird zur Betrugsfalle – so schützen Sie sich


09.07.2026 – 07:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Selfie am Meer: Urlauber sollten ihre Fotos erst posten, wenn sie wieder zu Hause sind. (Quelle: Shotshop/imago)

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Reisefotos verraten mehr, als man denkt: KI erkennt den Standort im Bild und liefert die perfekte Vorlage für täuschend echte Betrugsnachrichten. So schützen Sie sich.

Künstliche Intelligenz erkennt in den allermeisten Fällen den Aufnahmeort von Urlaubsfotos allein anhand des Bildes, auch ohne GPS-Daten oder Standortangaben. Das geht aus einem Bericht des Sicherheitsunternehmens McAfee zu Betrugsrisiken in der Reisezeit hervor. Für die Untersuchung schickten die Experten laut Bericht mehr als 21.000 öffentlich verfügbare Reisefotos durch zwei frei zugängliche KI-Modelle. Eines davon benannte in 91 Prozent der Fälle Stadt und Land korrekt, das zweite in 87 Prozent.

Ausgewertet wurde ausschließlich, was auf dem Bild zu sehen war: Architektur, Beschilderung, Licht und Landschaft. Wie zuverlässig die Erkennung ausfällt, hängt dem Bericht zufolge vom Motiv ab. Bekannte Wahrzeichen, Skylines, lesbare Schilder oder typische Architektur ließen sich leicht zuordnen. Bei gewöhnlichen Motiven wie einem Strand, einer Landstraße oder einem Hotelzimmer sank die Trefferquote. Das Land wurde aber meist trotzdem erkannt.

  • Mails, Anrufe, Videos: Rentenversicherung warnt vor diesen drei Betrugsmaschen
  • Hotelbewertungen: Tripadvisor verharmlost eklatante Mängel

In einem zweiten Schritt luden Mitarbeiter eigene, nie veröffentlichte Fotos bei den bekannten Diensten ChatGPT, Claude und Copilot hoch. Die Trefferquote bei diesen Bildern lag niedriger als bei den bereits öffentlich verfügbaren Fotos, das Land bestimmten die Programme aber weiterhin verlässlich.

Wie aus einem Foto eine Betrugsnachricht wird

Das eigentliche Risiko liegt laut McAfee nicht im Foto selbst, sondern in dessen Weiterverwendung. Betrüger könnten öffentlich geteilte Bilder durch ein KI-Modell laufen lassen, den Urlaubsort ableiten und darauf eine persönliche Nachricht zuschneiden, etwa den Hinweis auf eine angebliche Kartenzahlung während des Aufenthalts in einer bestimmten Stadt. Aus wahllosem Phishing werde so gezielter und glaubwürdiger Betrug.

Dass sich Fotos auch ohne Standortangabe orten lassen, ist kein neues Phänomen. Bereits Anfang 2025 berichtete das US-Magazin „404 Media“ über das Werkzeug GeoSpy, das Aufnahmeorte in Sekunden bestimmte und zeitweise für jeden frei nutzbar war. Nach der Recherche schränkte der Anbieter den öffentlichen Zugang ein.

Was Nutzer tun können

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Urlauber ihre Reisebilder erst nach der Rückkehr posten und nicht in Echtzeit. Wer seine Beiträge auf bekannte Kontakte beschränkt, verringert zudem die Zahl der Fotos, die sich auswerten lassen. Nennt eine ungewöhnliche E-Mail einen Ort, an dem Sie kürzlich waren, sollten Sie das als Warnsignal werten, auch wenn die Angabe stimmt. Bei angeblichen Nachrichten von Bank, Hotel oder Fluggesellschaft ist es außerdem ratsam, keine Links anzuklicken, sondern die offizielle Seite oder App direkt aufzurufen.

Für seine Angaben zum Nutzerverhalten stützt sich McAfee auf eine im März 2026 beauftragte Umfrage unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland. Dieser Umfrage zufolge war fast jeder zweite Befragte bereits von einer reisebezogenen Cyberbedrohung betroffen.

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