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Home » Ständiges Aufwachen – ab wann muss man zum Arzt?
Gesundheit

Ständiges Aufwachen – ab wann muss man zum Arzt?

MitarbeiterBy MitarbeiterOktober 1, 2026
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Wenn Stress das Gehirn nicht zur Ruhe kommen lässt

Auch beruflicher Stress, familiäre Herausforderungen und psychisch belastende Ereignisse gehören zu den häufigen Ursachen unruhiger Nächte. Unter Stress und psychischer Belastung schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus, darunter Cortisol und Adrenalin. Die Hormone versetzen den Körper in einen Alarmzustand und er bleibt angespannt und aktiv. Ein- und Durchschlafen sind erschwert, der Schlaf ist unruhig.

Auch das Gehirn kann unter Stress, Sorgen und Ängsten nicht zur Ruhe kommen. Ständiges Grübeln und Gedankenkreisen erschweren das Einschlafen zusätzlich und kurbeln die Ausschüttung von Stresshormonen weiter an.

Psychische Erkrankungen begünstigen Schlafstörungen

Angststörungen, Depression und Burnout gehen häufig mit Schlafstörungen einher. Angaben der Berufsverbände und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz zufolge sind Schlafstörungen wie häufiges nächtliches Aufwachen in mehr als der Hälfte der Fälle Vorbote oder Begleitsymptome psychiatrischer Erkrankungen.

Neben therapeutischer Unterstützung können der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren e. V. zufolge Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen und Meditation unterstützend helfen, Anspannungen abzubauen und Entspannung und innere Ruhe zu fördern.

Wann nächtliches Aufwachen ärztlich abklären lassen?

Bringen Anpassungen im Lebensstil, eine entspannende Abendroutine sowie eine angepasste Schlafhygiene keine Besserung und besteht das nächtliche Aufwachen fort, ist ein Arztbesuch ratsam. Eine ärztliche Untersuchung kann dabei helfen, möglichen gesundheitlichen Auslösern für die Schlafprobleme auf die Spur zu kommen, beispielsweise Schlafapnoe und Diabetes.

Schlafapnoe: Blockierte Atemwege bringen Körper in Alarmzustand

Bei der obstruktiven Schlafapnoe erschlafft die Muskulatur der oberen Atemwege während des Schlafs. Die Atemwege verengen sich oder sind sogar vollständig blockiert. Es kommt zu starkem Schnarchen und nächtlichen Atemaussetzern. Um die Atmung und die Sauerstoffversorgung wiederherzustellen, löst der Körper eine Alarmreaktion aus – die schlafende Person schreckt auf.

Je häufiger diese Atemaussetzer auftreten, desto öfter ist der Schlaf unterbrochen – und desto schwerer wird es, in den Tiefschlaf zu kommen. Schätzungen zufolge haben etwa fünf Prozent der Männer und drei Prozent der Frauen eine obstruktive Schlafapnoe.

Zu den Symptomen gehören:

  • Schnarchen
  • nächtliches Schwitzen
  • plötzliches Erwachen, manchmal mit Herzrasen und Luftnot
  • ein trockener Mund beim Aufwachen
  • ein rauer, gereizter Hals
  • Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafzeit
  • morgendliche Kopfschmerzen

Eine Schlafapnoe sollte unbedingt ärztlich behandelt werden, da sie mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.

Wenn Diabetes die Nachtruhe stört

Wer nachts wiederholt aufwacht, weil die Blase drückt, sollte auch an einen möglichen, noch nicht diagnostizierten Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) denken. Häufiger nächtlicher Harndrang, medizinisch Nykturie genannt, kann ein Frühwarnzeichen sein. Bei Diabetes ist der Blutzuckerspiegel erhöht. Der Körper versucht, den überschüssigen Zucker über die Nieren auszuscheiden. Eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr und Flüssigkeitsausscheidung sind hierfür erforderlich.

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