1.000 Liter für 1,86 Euro

Günstig und gut: Wo Münchens Trinkwasser herkommt


Aktualisiert am 20.03.2026 – 20:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Zusammenfluss von Mangfall und Inn: Die Mangfall speist das Grundwasserreservoir, das München mit Wasser versorgt. (Quelle: IMAGO/Hanna Wagner/imago)

Leitungswasser ist unschlagbar günstig. Wo Münchens Wasser überhaupt herkommt und wieso die Stadt Prämien für gutes Wasser verteilt.

Wer sich mit dem Münchner Oktoberfest auskennt, weiß: Woher das Wasser in München kommt, entscheidet über Millionen Euro. Denn nur Münchner Bier, gebraut aus dem Wasser der Münchner Schotterebene, darf dort ausgeschenkt werden. Aber das Wasser aus Münchner Wasserhähnen legt einen noch viel weiteren Weg zurück. Zum Internationalen Tag des Wassers am Sonntag (22. März) erklären die Stadtwerke (SWM) genau, woher das Wasser kommt – und wieso es so gut ist.

Denn das Wasser für die Millionenstadt kommt bei Weitem nicht ausschließlich aus der Schotterebene, im Gegenteil: Das Münchner Leitungswasser muss viele Kilometer zurücklegen. Zum Internationalen Tag des Wassers am Sonntag (22. März) erklären die Stadtwerke (SWM) genau, woher das Wasser kommt – und wieso es so gut ist.

538 Liter Leitungswasser: So viel bekommen die Münchner für 1 Euro. Im Supermarkt hingegen reicht das für zwei, maximal fünf Flaschen Mineralwasser. Das Wasser aus der Leitung sprudelt zwar nicht, doch da kann man sich ganz einfach mit einem Wassersprudler selbst behelfen. Auch Getränkehersteller holen sich ihr Wasser aus dem Erdreich: Zum Beispiel die bekannte Brauerei Giesinger, die seit zwei Jahren einen Tiefbrunnen im Norden der Stadt besitzt.

Kaum ein Lebensmittel wird in Deutschland strenger und besser kontrolliert als Trinkwasser, darauf verweist auch das Umweltbundesamt (UBA). Denn vor 25 Jahren haben die EU-Länder die sogenannte Europäische Wasserrahmenrichtlinie beschlossen. Das Ziel: ein guter Zustand für alle Gewässer in der EU, wie das Grundwasser.

Um also unsere Gewässer zu schützen und die Wasserqualität zu sichern, wurden mehrere Verordnungen auf Bundesebene beschlossen. Davon profitieren wir immer noch, denn eines der Ergebnisse daraus ist die Qualität unseres Trinkwassers. Dieses speist sich nämlich größtenteils aus unterirdischen Quellen und dem Grundwasser.

So auch das Münchner Wasser: Es stammt aus hauptsächlich aus dem Mangfalltal, im Einzugsgebiet der bayerischen Voralpen. Um den Taubenberg treffen in der Tiefe vier Grundwasserströme zu einem großen Reservoir zusammen. Ein kleinerer Anteil wird aus dem Loisachtal entnommen und knapp 10 Prozent stammen aus der für das Bier so wichtigen Schotterebene.

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