Schäden bei den SWB
KVB-Stadtbahnen bleiben weiter in Bonn – Einschränkungen in Köln
Aktualisiert am 29.07.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Die KVB unterstützt die Stadtwerke Bonn weiterhin mit eigenen Stadtbahnen. Dadurch fahren in Köln allerdings einige Bahnen nicht wie gewohnt.
Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) unterstützen auch weiterhin die Stadtwerke Bonn (SWB) mit ihren Stadtbahnen. Bis zum 15. August wollen die Verantwortlichen in Köln ihre Hochflurbahnen nach Bonn ausleihen, um den dortigen Stadtbahnbetrieb sicherzustellen. Allerdings sollen künftig nur noch 14 statt 20 Bahnen aus Köln im Bonner Stadtgebiet unterwegs sein.
Die SWB hatten in der vergangenen Woche Schäden an 60 ihrer 75 Stadtbahnen festgestellt. Diese waren so stark, dass die Züge sofort aus dem laufenden Betrieb genommen werden mussten. Um ein Verkehrschaos zu vermeiden, hatten die Verantwortlichen bei der KVB umgehend ihre Unterstützung angeboten – was allerdings zu Einschränkungen auf zwei der eigenen Linien führt.
Diese bleiben auch in den kommenden Wochen bestehen. So fahren die Züge der Linie 5 zwischen Heumarkt und Am Butzweilerhof weiterhin nur mit einem statt zwei Fahrzeugen. Auf der Linie 18 entfallen zudem morgens und abends die Verstärkerfahren, die im Berufsverkehr einen Fünf-Minuten-Takt sicherstellen.
„Dies ist aus Sicht der KVB vertretbar, da das Fahrgastaufkommen mit Beginn der Sommerferien deutlich zurückgegangen ist und es bislang zudem kaum Fahrgast-Beschwerden zu den Fahrplan-Einschränkungen gegeben hat“, erklärte KVB-Vorständin Alexandra Rohlmann in einer Pressemitteilung. Die sechs Bahnen, die nun nach Köln zurückgeholt werden, sollen zur Betriebsstabilisierung genutzt werden.
Für das Wochenende gibt es zudem eine weitere Änderung: Die SWB schickt die 20 derzeit ausgeliehenen Bahnen nach Köln zurück, damit diese für die zusätzlichen Fahrten während der Kölner Lichter eingesetzt werden können. Die Bahnen sollen am Freitag überführt werden. 14 sollen dann am Sonntag wieder zurück nach Bonn fahren.
Bei den KVB bricht angesichts der in Bonn festgestellten Schäden keine Panik aus. Auch wenn die Bahnen in beiden Städten eingesetzt werden können, drohen bei den eigenen Stadtbahnen wohl keine Schäden. Ein Sprecher sagte der Kölner Redaktion von t-online: „Die Bauteile, um die es bei den SWB-Fahrzeugen geht, sind in unseren Bahnen nicht verbaut. Daher ist die Situation nicht vergleichbar.“
Die SWB hatten in der vergangenen mitgeteilt, dass 60 ihrer 75 Bahnen Auffälligkeiten aufweisen würden. Betroffen seien vor allem Fahrzeuge aus den 1970er- bis 1990er-Jahren. Wie es zu den Schäden kam, ist derzeit unklar. Die Bahnen sollen frühestens Mitte August wieder zum Einsatz kommen. Bis dahin leiht die KVB auch ihre Fahrzeuge aus.
