Folgen des Iran-Kriegs
Spritpreise knacken in Hamburg magische Marke
03.03.2026 – 10:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach spürbaren Aufschlägen in den vergangenen Tagen ist der Sprit in Hamburg nun so teuer wie lange nicht. Experten rechnen mit weiterem Druck auf die Preise.
Tanken in Hamburg wird weiter teurer. Nachdem die Preise in den vergangenen Tagen bereits spürbar gestiegen waren, kostet ein Liter Super (E5) an mehreren Tankstellen im Stadtgebiet nun mehr als 2 Euro. Das zeigt ein Blick auf das Portal „ich-tanke.de“ am Dienstagvormittag.
Für Super (E5) wurden demnach in Hamburg teils 2,01 bis 2,05 Euro aufgerufen. Besonders teuer war es am Morgen unter anderem an Tankstellen im Bereich Wandsbek, Hamm und im Hafen. In der Spitze lagen die Preise bei 2,059 Euro pro Liter.
Auffällig: Auch dort, wo Super bislang nicht über 2 Euro lag, kratzten viele Tankstellen an der Schwelle. Zahlreiche Preise bewegten sich am Morgen im Bereich von 1,95 bis 1,99 Euro.
E10 lag laut „ich-tanke.de“ an vielen Stationen ebenfalls deutlich höher als noch vor einigen Tagen – meist um 1,90 Euro, vereinzelt näher an der 2-Euro-Marke. Diesel bewegte sich im Stadtgebiet am Morgen häufig zwischen 1,86 und 1,95 Euro.
Hintergrund sind steigende Rohölpreise infolge des Iran-Kriegs. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öltransport. Einschränkungen dort sorgen für Unsicherheit an den Energiemärkten.
Und es könnte noch weiter nach oben gehen. „Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten“, warnt ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer.
Selbst bei einer Entspannung der Lage ist schnelle Entlastung nicht garantiert: „Während steigende Ölpreise meist sehr schnell an den Zapfsäulen ankommen, dauert es bei sinkenden Preisen oft länger.“ Fachleute sprechen vom sogenannten Rakete-und-Feder-Effekt.
Wer sparen will, sollte die Preise vergleichen und möglichst abends tanken. „Gerade in volatilen Zeiten können die Preisunterschiede zwischen einzelnen Tankstellen besonders hoch ausfallen“, so Laberer.









