Drohendes Aus
Automationsspezialist Springer ist insolvent
09.03.2026 – 19:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein niedersächsischer Großhändler für Autoteile und Industrietechnik steht vor dem Aus. Davon sind gut 300 Mitarbeiter betroffen.
Die Springer GmbH aus Stuhr bei Bremen ist vorläufig insolvent. Wie das Nachrichtenportal „Münster aktuell“ berichtet, habe das Amtsgericht Syke Anfang März 2026 eine Insolvenzverwaltung für das Unternemen eingeleitet, das Autoteile und Industrietechnik zur Verfügung stellt.
Der Rechtsanwalt Christian Kaufmann sei als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Er solle sich nun einen einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Springer GmbH verschaffen und prüfen, welche Sanierungen möglich wären. Ziel eines solchen Verfahrens sei es häufig, Investoren für eine komplette oder anteilige Übernahme zu finden.
Der Geschäftsbetrieb der Springer GmbH soll laut Münster Aktuell trotz der Insolvenzmaßnahmen vorerst weitergeführt werden. So wolle das Unternehmen weiterhin Kundenaufträge bearbeiten und parallel an einer wirtschaftlichen Stabilisierung arbeiten. Auch sei der Insolvenzverwalter mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern im Gespräch.
Zunächst solle der Betrieb ohne direkte finanzielle Engpässe weiterlaufen, da Lohn und Gehalt der Beschäftigten in den ersten Monaten des Insolvenzverfahrens über das sogenannte Insolvenzgeld abgesichert seien.
Der Großhändler für Autoteile und Industrietechnik beschäftigt am niedersächsischen Standort Stuhr nach eigenen Angaben rund 300 Mitarbeiter. Die rund 20 Beschäftigten einer tschechischen Tochtergesellschaft sind laut „Münster aktuell“ nicht von der Insolvenz betroffen.
Das Unternehmen versteht sich als „Komplettanbieter für Industietechnik, Pneumatik, elektrische Antriebe, Filter- und Messtechnik“. Es bietet auch Lösungen außerhalb der Automobilbranche.
