Drohendes Aus
Automationsspezialist Springer ist insolvent
Aktualisiert am 12.03.2026 – 13:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Springer GmbH aus Stuhr bei Bremen ist vorläufig insolvent. Davon sind gut 100 Mitarbeiter betroffen.
Die Springer GmbH aus Stuhr bei Bremen ist vorläufig insolvent. Wie das Nachrichtenportal „Münster aktuell“ berichtet, habe das Amtsgericht Syke Anfang März 2026 eine Insolvenzverwaltung für das Unternehmen eingeleitet, das im Bereich der Presswerk-Automation tätig ist.
Der Rechtsanwalt Christian Kaufmann sei als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Er solle sich nun einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Springer GmbH verschaffen und prüfen, welche Sanierungen möglich wären. Ziel eines solchen Verfahrens sei es häufig, Investoren für eine komplette oder anteilige Übernahme zu finden.
Der Geschäftsbetrieb der Springer GmbH soll laut „Münster aktuell“ trotz der Insolvenzmaßnahmen vorerst weitergeführt werden. So wolle das Unternehmen weiterhin Kundenaufträge bearbeiten und parallel an einer wirtschaftlichen Stabilisierung arbeiten. Auch sei der Insolvenzverwalter mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern im Gespräch.
Zunächst solle der Betrieb ohne direkte finanzielle Engpässe weiterlaufen, da Lohn und Gehalt der Beschäftigten in den ersten Monaten des Insolvenzverfahrens über das sogenannte Insolvenzgeld abgesichert seien.
Der Automationsspezialist beschäftigt am niedersächsischen Standort Stuhr laut Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters rund 100 Mitarbeiter. Die rund 20 Beschäftigten einer tschechischen Tochtergesellschaft sind der Mitteilung zufolge nicht von der Insolvenz betroffen.
Das Unternehmen gilt als Experte für die Automation von Presswerken und stellt etwa Greifersysteme für den Karosseriebau her, die weltweit in der Branche eingesetzt werden. Es ist auch außerhalb des Automobilsektors tätig.
Richtigstellung: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass bei der Springer GmbH „gut 300 Mitarbeiter“ tätig seien sowie dass das Unternehmen „Autoteile und Industrietechnik“ herstelle und sich als „Komplettanbieter für Industrietechnik, Pneumatik, elektrische Antriebe, Filter- und Messtechnik“ verstehe. Das ist nicht korrekt. Die entsprechenden Passagen wurden von der Redaktion korrigiert.










