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Home » Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Russland sieht «Provokation»
Politik

Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Russland sieht «Provokation»

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 7, 2026
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Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Russland sieht «Provokation»

Innere Sicherheit

Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Russland sieht „Provokation“

Aktualisiert am 07.08.2026 – 20:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die russische Botschaft sieht den Vorfall mit der Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig als eine gegen Moskau gerichtete Provokation. (Archivbild) (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

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Zwar halten sich Ermittler und die Bundesregierung mit Schuldzuweisungen zurück. Aber Experten machen Russland für den Drohnenfall auf dem Flughafen Halle/Leipzig verantwortlich. Nun reagiert Moskau.

Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig hat die russische Botschaft in Berlin den Fall als eine gegen Moskau gerichtete Provokation bezeichnet. „Es ist offensichtlich, dass diese hastig zusammengeschusterte Provokation ausschließlich den Zielen Kiews und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse dient“, teilte die diplomatische Vertretung Russlands bei Telegram mit. Zugleich warnte die Botschaft vor einer „neuen Welle antirussischer Hysterie in Deutschland“.

Demnach sieht die Botschaft hinter dem hybriden Angriff die Ukraine, der es an Waffen fehle. Die Ukraine und die Regierungen in Europa bräuchten Argumente, um weiter „unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes fließen“ zu lassen, hieß es in der Stellungnahme weiter mit Blick auf den Vorfall auf dem Flughafen Halle/Leipzig.

Der Fall der von einem Busfahrer entdeckten Drohne mit einem nicht intakten Zünder werde als hybrider Angriff präsentiert, um Stimmung gegen Moskau in den Medien zu schüren, kritisierte die russische Botschaft. Wie in früheren Fällen würden keine Beweise vorgelegt. Schon jetzt gebe es aber Politiker, die von einem kriegsauslösenden Akt gegen Deutschland und die Nato und von der Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen seitens Berlins sprächen.

Botschaft: Keine Hybridangriffe Moskaus

„Wir möchten hinzufügen, dass die größte Gefahr für Deutschland heute nicht in den vielbeschworenen „Hybridangriffen“ Moskaus liegt – die es gar nicht gibt -, sondern von den Politikern ausgeht, die mit Begeisterung Szenarien für einen baldigen Krieg gegen Russland ausarbeiten und den deutschen Bürgern vorschlagen, daran teilzunehmen“, teilte die Botschaft weiter mit.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach nur von einem „hybriden“ Angriff „fremder Mächte“ – und machte Russland nicht verantwortlich. Andere Politiker und Experten sehen hingegen die Hand Moskaus. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilte die Karlsruher Behörde mit.

Am Flughafen Leipzig/Halle war am späten Dienstagabend in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.

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