TV-Panne um 20 Uhr

Jens Riewa löst in „Tagesschau“ Verwirrung aus – Sender reagiert


Aktualisiert am 14.03.2026 – 16:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Jens Riewa: Der „Tagesschau“-Sprecher wirkte am Freitagabend an einer Stelle etwas verwirrt. (Quelle: NDR/Thorsten Jander (M))

Routiniert führt Riewa durch die Nachrichtensendung. Dann stockt der „Tagesschau“-Ablauf – und der Moderator tut etwas, das man selten sieht.

Freitag, der 13te: Wer abergläubisch ist, denkt bei solch einem Datum an Unglücke, Pannen oder gar Schlimmeres. In dieser Hinsicht ist Jens Riewa am Freitagabend also noch glimpflich davongekommen. Denn am Ende war es nur ein etwas unglücklich in die Live-Übertragung hineingeratener Austausch mit der „Tagesschau“-Regie vom NDR.

Jens Riewa moderierte die 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ zunächst so souverän wie immer. Seit 1995 ist der Nachrichtensprecher beim News-Flaggschiff im Ersten. Der 62-Jährige hat in mehr als 30 Jahren also eine große Menge an Erfahrung gesammelt. Doch eine Live-Panne wie diese am Freitagabend erlebte er bisher noch nicht.

Schuld waren zwei hintereinander geplante Live-Schalten mit Korrespondentinnen in Washington D.C. und Moskau. Im Zuge dessen stockte der Ablauf der Sendung – und Riewa wandte sich mit einer Frage an die Regie. Beim Gespräch mit Korrespondentin Kerstin Klein aus Washington lief noch alles glatt, als Riewa die nächste Verbindung ankündigen wollte, wirkte er jedoch verwirrt.

Sichtbar verunsichert fragte er in die Regie: „Ist das richtig, zu Ina Ruck? Liebe Regie?“ Ein knappes „Okay“ war zu hören, Riewa moderierte kurz weiter – und dann erschien Ina Ruck live aus Moskau auf dem Bildschirm.

Riewa leitete mit leicht holprigem Übergang zu ihr über und fand danach zügig wieder in seinen gewohnten Rhythmus. Wer die Aufzeichnung in der ARD-Mediathek aufruft, sucht den Moment allerdings vergeblich: Offenbar hat der Sender die Szene bereits herausgeschnitten. Jedoch ist noch zu sehen, oder genauer gesagt zu hören, wie Riewa beim Aussprechen des Namens „Ina Ruck“ etwas stottert – und die zugeschaltete Korrespondentin amüsiert in die Kamera lächelt.

Eine Entschuldigung an das Publikum, wie sie bei früheren Pannen üblich gewesen war, blieb dieses Mal aus. Auf eine t-online-Anfrage bestätigte die zuständige Redaktion des NDR jedoch, eine bearbeitete Version der „Tagesschau“ in die Mediathek hochgeladen zu haben: „Wegen technischer Probleme funktionierte der Übergang zu unserer Schalte nach Moskau nicht“, hieß es zur Begründung. „Wir haben die Sendung nachträglich bearbeitet.“

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