Schutz vor acht Krankheiten
Wer keine Zeit für Sport hat, sollte dies beachten
01.04.2026 – 09:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Keine Lust auf Fitnessstudio? Nicht so schlimm, meint eine aktuelle Studie. Denn schon wenige Minuten intensiver Bewegung im Alltag senken das Risiko für viele Krankheiten.
Viele Menschen glauben, sie müssten vor allem lange trainieren, um gesund zu bleiben. Doch eine aktuelle Untersuchung im Fachjournal „European Heart Journal“ zeigt: Es kommt nicht nur auf die Dauer an, sondern vor allem auf die Intensität der Bewegung. Und dafür braucht es meist kein Fitnessstudio, denn schon kleine Veränderungen im Alltag haben einen großen Effekt.
Für die Studie werteten Forscher der Central South University in China Daten von mehr als 96.000 Menschen. Die Teilnehmer trugen für eine Woche Messgeräte am Handgelenk, die jede Bewegung genau erfassten. So konnten die Wissenschaftler nachvollziehen, wie aktiv die Menschen im Alltag waren – und wie viel davon wirklich anstrengend war. Anschließend verglichen sie diese Daten mit dem Auftreten von acht schweren Krankheiten innerhalb der nächsten sieben Jahre.
Dazu zählen: schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Typ-2-Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Demenz sowie immunvermittelte entzündliche Erkrankungen – also Krankheiten, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift, etwa Arthritis.
Das Ergebnis fällt deutlich aus: Wer einen höheren Anteil an intensiver Bewegung in seinen Alltag einbaut, senkt sein Risiko für alle acht untersuchten Erkrankungen erheblich. Und dafür reicht ein kleiner Anteil intensiver Bewegung. Menschen, die mehr als vier Prozent ihrer gesamten Bewegung in hoher Intensität ausübten, hatten ein um 29 bis 61 Prozent geringeres Risiko für diese Krankheiten.
Am stärksten war der Effekt bei zwei Erkrankungen. So hatten diejenigen mit dem höchsten Anteil an intensiver körperlicher Aktivität im Vergleich zu Menschen, die sich nicht intensiv bewegten,
Studienautor Minxue Shen erklärt in einer Pressemeldung, dass man für diese positiven Effekte nicht einmal ins Fitnessstudio gehen muss. „Schon kurze, anstrengende Aktivitäten im Alltag, die einen leicht außer Atem bringen – wie zügiges Treppensteigen, schnelles Gehen zwischen Erledigungen oder aktives Spielen mit Kindern – können einen echten Unterschied machen.“ Bereits 15 bis 20 Minuten pro Woche – also nur wenige Minuten täglich – seien mit spürbaren gesundheitlichen Vorteilen verbunden, fügt er hinzu.